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Addibot: Fahrender 3D-Drucker soll Schlaglöcher verschliessen

Mit Addibot hat ein Team bestehend aus Roboteringenieuren einen autonomen Roboter auf vier Rädern entwickelt, der mittels 3D-Drucktechnik Schlaglöcher sowie Risse in der Straße erkennen und ausbessern kann.

Schlaglöcher (Ausbrüche) gelten als Gefahr für jeden Autofahrer, können sie doch zu schweren Unfällen oder Beschädigungen am Auto führen. Ausbrüche treten vor allem im Winter auf, wenn ein reger Wechsel zwischen Frost- und Tauperioden besteht. Nahezu jedes Jahr sind Straßenarbeiter mehrere Wochen mit dem Reparieren von Schlaglöchern beschäftigt. Die Aufrechterhaltung der Infrastruktur einer Stadt verursacht natürlich auch immense Kosten, weswegen ein Team aus Roboteringenieuren sowie Ingenieure mit Schwerpunkt Automatisierung den Addibot entwickelt haben. Der Addibot ist ein Prototyp eines kleinen Roboters, der bereits in naher Zukunft auf der Straße Risse und Schlaglöcher erkennen soll.

Der Clou an der Sache ist, dass der Addibot die Beschädigungen nicht nur „sieht“, sondern diese umgehend gleich selbst repariert. Dazu greift der Roboter auf die Fähigkeiten eines 3D-Druckers zurück, der den Asphalt oder ähnliches Material passgenau in die Schlaglöcher druckt. Der aktuelle Prototyp schafft dies allerdings noch nicht, sondern hat erst einmal die Aufgabe zugeteilt bekommen, Eisflächen zu reparieren. Damit soll das Konzept im 2D-Bereich demonstriert werden, bis die finale Entwicklung dann für den 3D-Bereich erfolgt.

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Der Addibot verfügt dazu über einen Wasserbehälter, eine Pumpe sowie einen Wärmetauscher, der das Wasser auf eine Temperatur herunter kühlt, sodass es gerade noch flüssig bleibt. Das gekühlte Wasser wird anschließend über die Löcher und Risse der Eisfläche verteilt. Dort friert es innerhalb von gerade mal 700 Millisekunden ein. Vergleichen lässt sich dieses Prinzip beispielsweise mit Eisbearbeitungsmaschinen, die auf Kunsteisbahnen eingesetzt werden, um das Eis zu glätten.

Bis der kleine Addibot im Straßenbau effektiv eingesetzt wird, dürften also noch ein paar Jahre vergehen. Vorerst legt die Firma den Fokus auf unbemannte autonome Einheiten. Doch bereits jetzt liegen Pläne bereit, bei denen Modelle in verschiedenen Größen und Preisklassen angeboten werden sollen.

Quelle: Addibot Via: Gizmag

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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