Amazon Instant Video: Streaming-Dienst im Test [Sponsored Post]

Am 26. Februar 2014 ging mit Amazon Instant Video ein neuer Video-on-Demand-Service im deutschsprachigen Raum an den Start. Hinter dem Projekt steckt Amazon Prime sowie die von Amazon betriebene Online-Videothek Lovefilm. Ob der Streaming-Dienst des Online-Versandriesen nach knapp über einem halben Jahr noch in den Kinderschuhen steckt oder mit seinem Angebot überzeugen kann, haben wir für euch getestet.
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So langsam hat der Hype um Streaming-Dienste auch Deutschland erreicht und dort Fuß gefasst. Mit Amazon Instant Video bietet Amazon nun seit sieben Monaten seine eigene Online-Videothek an und wirbt mit einer großen Auswahl an Filmen und Serien. Seit letztem Monat steht das Video-on-Demand-Portal dank einer App auch auf Android basierenden Smartphones und Tablets zur Verfügung. Ebenfalls soll künftig Amazon Fire TV unterstützt werden. Im Rahmen eines Tests haben wir uns den Amazon Video Service einmal näher angeschaut und werden euch weiter unten von unseren Erfahrungen berichten.

Seit dem Start des Dienstes hat Amazon nicht nur das Angebot an Filmen und Serien erweitert, sondern Prime Instant Video auch neue Features spendiert. Neben der bereits erwähnten Applikation für Android-Devices, ermöglichen X-Ray und 2nd Screen auf Kindle-Geräten wie dem Kindle Fire HD und dem Kindle Fire HDX sowie der Wii U während des Streamens zusätzliche Informationen zur gerade gezeigten Szene aus IMDB.com abzurufen. Weiterhin sind FSK18-Inhalte nun auch auf der Xbox One sowie der Xbox 360 verfügbar. Ferner soll das Angebot künftig um Multiple Track Audio erweitert werden, wodurch die Sprache des jeweiligen Titels ausgewählt werden kann. Natürlich ist das angebotene Sortiment ein wichtiger Aspekt eines solchen Streaming-Services und so beinhaltet die Auswahl neben exklusiven Inhalten wie „World War Z“, „Dark Knight Rises“ und „TED“ auch Serien, welche direkt von Amazon produziert werden, wie beispielsweise „Alpha House“ und „Betas“. Auch Serien-Highlights wie „How I Met Your Mother“, „Big Bang Theory“ und „Breaking Bad“ dürfen selbstverständlich nicht fehlen.

Um den Video-Dienst von Amazon nutzen zu können, wird eine Prime-Mitgliedschaft vorausgesetzt. Diese beinhaltet für eine jährliche Gebühr von 49 Euro neben der Gratis-Lieferung der bestellten Ware am nächsten Tag sowie einem kostenlosen Kindle-Buch pro Monat auch die unbegrenzte Nutzung von Amazon Instant Video. Wer sich nicht sicher ist, ob eine Prime-Mitgliedschaft für ihn das Richtige ist, kann den Service 30 Tage lang kostenlos testen*. Allerdings solltet ihr beachten, dass sich der Dienst nach Ablauf der kostenlosen Testzeit automatisch in ein kostenpflichtiges Abo-Modell verwandelt, daher solltet ihr bei Nichtgefallen rechtzeitig daran denken, eure Probe-Mitgliedschaft zu kündigen.

Der Praxis-Test

Da ich selbst ein großer Film- und Serienliebhaber bin, ist es mir sehr wichtig, meine ehrliche Meinung zu vertreten – Kampagne hin oder her. Vor allem das Serienangebot sah zum Start von Prime Instant Video noch sehr mager aus, es fehlten sowohl diverse einzelne Episoden als auch ganze Staffeln. Umso gespannter war ich darauf, ob sich dies mittlerweile eingependelt hat.

Doch fangen wir erst einmal mit der Übersichtlichkeit an, denn diese lässt leider zu wünschen übrig. Insbesondere bei den Serien ist mir aufgefallen, dass diese oft mehr schlecht als recht kategorisiert sind oder einfach mal überhaupt nicht. So habe ich beispielsweise zuerst erfolglos Animes gesucht, da es in der Übersicht keine entsprechende Kategorie gab und diese auch nicht im Zeichentrick-Genre geführt wurden – erst eine direkte Suche brachte mich weiter. Auch sind einige Serien (in derselben Sprache) teilweise doppelt vorhanden, was nicht gerade der Überschaubarkeit dient. Klickt man sich durch die einzelnen Kategorien wie „Meistgesehene Serien“, so hat man hier lediglich die Möglichkeit, die angezeigten Resultate nach „Beliebtheit“ oder „Neu eingetroffen“ zu sortieren – wünschenswert fände ich hier eine alphabetische Sortierung. Weiterhin gibt es eine Filterfunktion nach beispielsweise Genre, Schauspieler, Regisseure oder Produktionsdekade – allerdings fände ich hier eine genauere Sortierung nach Produktionsjahr (sprich in aufsteigender oder absteigender Reihenfolge) noch vorteilhaft.

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Was das Online-Sortiment angeht, hat der Versandriese stark nachgebessert und so sind viele US-amerikanische Kultserien wie z.B. „Two and a half men“, „Breaking Bad“, „Big Band Theory“ und „How I Met Your Mother“ nahezu vollständig vorhanden. Allerdings fehlen leider neuere Produktionen wie „Games of Thrones“, „The Walkding Dead“ und „House of Cards“ bzw. lassen sich nur kostenpflichtig ausleihen oder erwerben. Bei den Film-Angeboten sieht es ähnlich aus, hier habe ich wirkliche Klassiker wie die „Harry Potter“- oder die „Herr der Ringe“-Reihe vermisst, welche bereits oft genug im TV liefen. Allerdings sind andererseits auch Blockbuster wie „Die Tribute von Panem: Catching Fire“, „World War Z“ sowie „Pain & Gain“ vorhanden, welche erst letztes Jahr ihr Kino-Debüt feierten. Dass die Filmeauswahl keine aktuellen Kinohits beinhaltet, dürfte wohl jedem klar sein.

Im Test waren die Ladezeiten der gewünschten Filme und Serien selbst zu abendlichen Stoßzeiten gering. Es fiel kein nerviges Zwischen-Buffern an und die Inhalte wurden ruckelfrei abgespielt. Bei den Serien gibt es die Möglichkeit, direkt zur nächsten Episode zu wechseln, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Auch das Wechseln zwischen PC und mobilem Gerät stellte kein Problem dar, da das Video an der gleichen Stelle fortgesetzt wird, wo man aufgehört hat zu schauen. Im Zeitalter des Social Media hat man ferner auch die Möglichkeit, Filme und Serien via E-Mail, Facebook, Twitter und Pinterest zu empfehlen – Google Plus fehlt hier allerdings. Den Zugang zu FSK18-Inhalten erhält man erst nach erfolgreicher Alters-Verifikation, welche mittels gültigem Personalausweis sowie die Angabe der Bankverbindung erfolgt. Enttäuschend fand ich die Kategorie „Empfehlungen der Redaktion“, da sich die Titel 1:1 mit dem normalen Sortiment abgeglichen haben.

Um überhaupt auf die Videos zugreifen zu können, war übrigens die Installation des Silverlight-Plug-ins notwendig. Für Leute, die aufgrund vieler Bestellungen generell schon Prime-Kunde sind, ist Amazon Instant Video sicherlich keine schlechte Wahl, ebenso wie für Gelegenheits-Filmeliebhaber. Der Video-on-Demand-Dienst hat auf jeden Fall Potenzial, doch mir persönlich haben einfach zu viele Titel gefehlt, um den Dienst weiterhin zu nutzen. Es wäre allerdings falsch die Schuld hierbei allein bei Amazon zu suchen, da sicherlich auch die mangelnde Kooperation seitens der Filmstudios sowie daraus resultierende fehlende Lizenzen eine Rolle spielen dürften. Dies könnte zumindest der Grund dafür sein, dass man auch Walt-Disney-Filme vergeblich sucht.

 

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Bildquelle: Amazon

Über Nicole Winkler

Nicole ist eine der Mitgründerin von TechnologieJunkies. Heimliche Leseratte und Liebhaberin guter Filme und Serien. Mag Animes, Sushi und ist Fan der Kassel Huskies. Interessiert sich für das Gaming und allerlei technische Spielereien. Ursprünglich a bayrisches Madl, lebt und bloggt nun jedoch im schönen Kassel.

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