Angry Birds Go! – Free to Play und doch Schweineteuer!

Mit Angry Birds Go! hat Rovio einen neuen Ableger des äusserst erfolgreichen Artillerie-Computerspiels Angry Birds veröffentlicht. Das Rennspiel wird kostenlos angeboten, aber die völlig überteuerten In-App-Käufe stellen dies schnell in den Schatten.



Offiziell gilt das Spiel noch nicht als verfügbar, lediglich in Neuseeland ist es seit Mittwoch bereits erhältlich. Aus diesem wurden auch die darin vorhandenen Preise für die In-App-Käufe bekannt. Neben einer Premium-Währung und einem Energie-System gibt es auch Fahrzeuge, die man durch eine einmalige Zahlung freischalten kann. Das „Big Bang Special Edition Car“ beispielsweise, kostet läppische 124,99 NZ-Dollar, also über 75 Euro – sind doch nur Peanuts oder? Wer nicht gleich ein neues Fahrzeug kaufen will, kann dieses auch upgraden. Mit Münzen lassen sich die Verbesserungen kaufen. Allerdings muss man sich diese erst verdienen, indem man Rennen fährt.

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Und wie das halt in einem Freemium-Spiel bekanntlicherweise so ist, muss man dieselben Rennen immer und immer wieder fahren, um sich ein paar Münzen zusammenzukratzen. Die Münzen lassen sich aber auch mit Gems, so nennt sich die Premium-Währung, kaufen. Durch das darin enthaltene Energie-System lässt sich zudem ein Auto nur fünf Mal hintereinander nutzen, bevor die Vögel eine Zwangspause einlegen müssen – vorausgesetzt man will kein echtes Geld dafür ausgeben. Für mich persönlich gehören die meisten Freemium-Spiele zu den miesesten und sind ausschliesslich dazu da, um den Nutzern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Lieber zahle ich einen einmaligen Preis und kann dann das komplette Spiel voll auskosten, als dass ich erst jedes einzelne Bauteil dazukaufen muss, um spielen zu können. Aber nicht jedes Spiel hat ein so schlechtes Freemium-Modell. Spiele wie FIFA 14 oder Plants vs. Zombies 2 beispielsweise zeigen, dass es auch anders geht, mit einem durchaus fairen Bezahlmodell. Es scheint mir allerdings fast so, als wolle Rovio hier eine Art Lebensversicherung für sich selbst aufbauen. Dies auf Kosten der Community, welche Rovio vom Kleinentwickler zum Milliardenunternehmen gemacht haben – eine Frechheit so was!

Bis zum offiziellen Release, dem 11. Dezember, können sich die Preise noch ändern, da es sich in Neuseeland derzeit nur um einen Testlauf handelt. Gut möglich also, dass Rovio das Bezahlsystem nach der harschen Kritik noch anpasst. Von den, auf sich gezogenen, kritischen Blicken kann sich Rovio allerdings nur schlecht wieder abwenden.
 


 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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