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Apple iOS 8: Alle Neuerungen des Betriebssystems im Überblick

Apple hat im Rahmen des WWDC 2014 in San Francisco nicht nur iOS 8 angekündigt, sondern auch gleich noch alle Neuerungen dazu erwähnt. Wir zeigen euch, was sich mit dem im Herbst erscheinenden Update alles verändern wird.

Die diesjährige Keynote wurde ein wenig anders abgehalten, als man es gewohnt ist. So mussten wir leider auf ein „One more thing“ verzichten. Ausserdem wurden die Zahlen zu den Geräte-Verkäufen, Apps, etc. über die ganze Präsentation verteilt, statt wie sonst alle zu Beginn zu erwähnen. Apple hat bisher über 800 Millionen Geräte verkaufen können, bestehend aus 500 Millionen iPhones, 200 Millionen iPads und 100 Millionen iPods. Nun wollen wir uns aber nicht an den Zahlen aufhalten, sondern euch gleich eine Zusammenfassung der Neuerungen von iOS 8 geben. Solltet ihr im Besitz eines älteren Gerätes sein, dann werft vorher doch mal einen Blick auf die Kompatibilitäts-Liste.

Interaktive Benachrichtigungen:

Bekommt ihr unter iOS 8 Benachrichtigungen beispielsweise durch iMessage, WhatsApp oder Ähnlichem, könnt ihr direkt darauf antworten, egal wo ihr euch im System gerade befindet. Dazu muss lediglich die Benachrichtigungsleiste am oberen Bildschirmrand leicht nach unten gezogen werden, um den Text einzugeben. Die erhaltenen Nachrichten lassen sich zudem auch systemübergreifend wieder löschen.

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Erweitertes Multitasking:

Doppelklick auf den Homebutton und man bekommt in der Karusselansicht alle offenen Anwendungen zu sehen. Mit einem Wisch nach oben lassen sich diese schliessen – dies wurde mit iOS 7 eingeführt und wird sich auch unter iOS 8 nicht verändern, sondern wurde lediglich ein wenig aufpoliert. So bekommt ihr oberhalb der angezeigten Apps die Personen angezeigt, die ihr am häufigsten kontaktiert. Wählt ihr eine Person aus, könnt ihr diese vom Multitasking-Fenster aus direkt per iMessage oder Anruf kontaktieren.

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Verbesserte Mail-App:

Einige neue und vor allem sinnvolle Gesten zur Markierung und Bearbeitung wurden hinzugefügt. Ein leichter Wisch nach rechts oder links markiert eine E-Mail als gelesen. Zieht man den Wisch komplett durch, so löscht man die Mail. Ausserdem lässt sich nun eine E-Mail auch in den Hintergrund verschieben, sollten gerade Informationen aus anderen Mails gebraucht werden. Mit einem einfachen Wisch von unten nach oben lässt sich die zuvor versteckte Mail wieder öffnen.

Hey Siri!:

Die Spracherkennungs-Software lässt sich unter iOS 8 mit einem gesprochenen „Hey Siri“ aus dem Tiefschlaf wecken. Ausserdem unterstützt Siri nun auch das Musikerkennungs-Programm Shazam und ermöglicht Einkäufe im iTunes-Store.

Spotlight wurde erweitert:

Wischt ihr auf dem Homescreen von oben nach unten mit dem Finger, so gelangt ihr zur Spotlight-Suche unter iOS. Bisher war die Suche auf das iDevice selbst beschränkt. Neu werden Suchbegriffe auf Wunsch auch mit News, Wikipedia, interessanten Plätzen in der Nähe, Apps, Websites usw. abgeglichen.

Quicktype – Verbesserte Tastatur:

Die Tastatur wurde mit einer Kontext erkennenden Funktion erweitert. Heisst im Klartext, dass sie von euch lernt, wenn ihr schreibt und euch laufend passende Vorschläge zu Worten oder bestimmten Texten macht. Dieses Prinzip wurde wohl von Googles Android abgeschaut und hat den Vorteil, dass der Schreibfluss damit deutlich verbessert werden soll und ihr gewisse Sätze mit nur wenigen „Taps“ schreiben könnt. Das „Gelernte“ wird dabei auf eurem iDevice verschlüsselt gespeichert und soll laut Apple niemals an externe Server gesendet werden. Interessant daran ist, dass an dieser Stelle auch Tastaturen von Drittanbietern unterstützt werden.

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iMessage:

Auch wenn es schwer vorstellbar ist, aber laut Apple ist es die am meisten verwendete Messenger-Anwendung unter iOS. Neu kann der Standort mitgeteilt oder auch Sprach- und Videonachrichten an den Chat-Partner versendet werden. Wer sich zudem in einer Chatgruppe befindet, kann sehen, wo sich die anderen gerade befinden (falls diese das wollen). Auch einen „Nicht-stören“-Button findet man nun bei den Funktionen von iMessage.

Health-Kit und Health:

Auch Apple macht sich Gedanken über die Gesundheit des Nutzers und führt mit dem Health-Kit eine Art Passbook für Gesundheits- und Fitnessdaten ein. In der Health-App werden laufend Daten wie Gewicht, Blutdruck und -gruppe, Puls und allgemeine Fitness des Nutzers über Drittanbieter gesammelt. Sollten gewisse Daten von der Norm abweichen, kann an dieser Stelle auch ein Arz kontaktiert werden. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass Drittanbieter diese Funktion ebenfalls unterstützen.

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Fotos:

Die Bilder-App wurde komplett überarbeitet, sodass ihr mit iOS 8 umfangreichere Möglichkeiten (Lichtverhältnisse, Tiefen, Grössenanpassungen, usw.) bekommt, um die Fotos zu bearbeiten. Die durchgeführten Änderungen werden direkt in der Cloud gespeichert und mit allen anderen verbundenen Geräten synchronisiert. In der iCloud stehen dazu 5 GB Speicher zur Verfügung.

Family Sharing:

Für Familien wohl die beste Änderung unter iOS 8: Über Family Sharing lassen sich bis zu sechs Geräte miteinander verbinden. Die Familienmitglieder können dann gekaufte Apps, Musik und Filme sowie auch Kalenderdaten und Fotos miteinander teilen. Eltern haben zudem die Möglichkeit, ihren Kindern eine eigene Apple-ID zu erstellen, welche beim Einkauf von Apps durch die Kinder erst die Erlaubnis der Eltern erfordert. Update: Wie es scheint, lassen sich doch nicht alle Apps untereinander teilen. Zitat: „Not all purchases are eligible for Family Sharing.“

Widgets und Touch-ID:

iOS 8 bietet Entwicklern von Drittanbietern die Möglichkeit, sogenannte Widgets unter anderem im Notification Center einzubinden. Touch ID wird zudem für Entwickler geöffnet, womit diese auch für ihre eigenen Apps genutzt werden können – dies dürfte schlussendlich uns Nutzern zugutekommen.

Wann wird iOS 8 erscheinen?

Apple kündigte den Releasetermin von iOS 8 zusammen mit dem neuen OS X Yosemite für den Herbst 2014 an. Dort werden wir ein neues Apple-Event sehen, an dem wohl auch die gestern vermisste Präsentation neuer Hardware stattfinden wird.

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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