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Audi h-tron quattro: Elektroauto mit Brennstoffzelle bietet 600km Reichweite

Der deutsche Autohersteller Audi hat mit dem h-tron quattro im Rahmen der Detroit Auto Show ein neues Konzeptfahrzeug mit Wasserstoffantrieb vorgestellt. Beim Audi h-tron quattro sollen sportliches Fahren und eine hohe Reichweite vereint werden.

Auch wenn es sich in erster Linie nur um ein Konzept handelt, zeigt uns der neue Audi h-tron quattro, wo der Weg der Automobil-Industrie hinführen wird. Während mit dem Audi e-tron quattro auf der IAA 2015 ein komplett elektrischer SUV präsentiert wurde, baut der Audi h-tron quattro auf ein neues Antriebskonzept. Im vorderen Teil des Audis befindet sich eine Brennstoffzelle, die insgesamt aus 330 einzelnen Zellen besteht und mit einem Wirkungsgrad von über 60 Prozent eine Leistung von rund 110 kW erbringt. Den Treibstoff holt sich die Brennstoffzelle aus insgesamt drei Wasserstofftanks, die Wasserstoff mit 700 bar Druck gespeichert halten. Um die Tanks zu befüllen werden rund 4 Minuten benötigt, was quasi einem ganz normalen Tankvorgang entspricht. Zur Unterstützung des Brennstoffzellenantriebs dient ein Lithium-Ionen-Akku, der kurzzeitig bis zu 100 kW zusätzlichen Schub bei der Beschleunigung liefern kann.

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Den Antrieb des Audi h-tron quattro übernehmen zwei Elektromotoren, die sich an der Vorder- (90 kW) und Hinterachse (140 kW) befinden. Der 272 PS starke SUV beschleunigt innerhalb von nur 7 Sekunden von 0 auf 100 km/h und bietet eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Die maximale Reichweite des Audi h-tron quattro liegt bei bis zu 600 km. Auf dem Dach befindliche Solarzellen erhöhen mit einer Leistung von 320 Watt die Reichweite laut Audi um zusätzliche 1000 km. Klingt nach wenig, sind aber immerhin rund zwei Tankfüllungen im Jahr, die man sich dadurch spart. Zusätzlich wird die Bremsenergie – ähnlich wie beim KERS-System aus der Formel 1 – in elektrische Energie umgewandelt und auf dem Akku gespeichert.

In puncto Technologie setzt der Audi h-tron quattro auf das Fahrerassistenzsystem zFAS, welches ab 2017 Bestandteil der neusten Generation des Audi A8 ist. Diese Plattform gilt als Herzstück des Fahrzeugs und verarbeitet in Echtzeit sämtliche Daten aus diversen Radar- und Ultraschallsensoren. Die analysierten Informationen werden im Anschluss verschiedenen Assistenzsystemen zur Verfügung gestellt, um pilotiertes Fahren und Parken zu ermöglichen.

Optisch gibt der Audi h-tron quattro einiges her. So verzichtete Audi beispielsweise auf die Außenspiegel und ersetzte diese stattdessen mit Kameras. Diverse bewegliche Aerodynamik-Elemente an Boden, Seiten und Heck wie beispielsweise versenkbare Türgriffe sowie eine Gesamthöhe von gerade mal 1,54 Meter verleihen dem Fahrzeug einen cw-Wert (Strömungswiderstandskoeffizient) von 0,27. Aussen sowie im Innenraum angebrachte OLED-Elemente peppen den Audi h-tron quattro optisch weiter auf.

Die Schweller integrieren eine Lichtleiste in Matrix-LED-Technologie, die gleichfalls weißes Licht aussendet, wenn der Fahrer mit dem Funkschlüssel auf die Technikstudie zugeht. Wenn das Auto pilotiert fährt, leuchten seitlich blaue horizontale Linien als Erkennungsmerkmal. Korrespondierend zur Front setzen sich auch die Heckleuchten aus zwei Elementen zusammen. Die oberen Zonen integrieren je neun rote OLED-Einheiten, die die Schlusslicht-Funktion übernehmen, drei weitere liegen darunter.

Quelle: Audi

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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