BitLock – Neues digitales Fahrradschloss für das Smartphone

BitLock ist ein innovatives elektronisches Fahrradschloss, welches über ein iOS– oder Android-Smartphone bedient werden kann. Durch die Übergabe der Nutzerrechte können auch verschiedene Leute dasselbe Fahrrad nutzen – mit Sicherheit interessant für Bike-Sharing-Angebote.



Nicht nur in Deutschland gehören Fahrraddiebstähle zur Tagesordnung. Auch in der kleinen Schweiz wird alle paar Minuten der Besitzer eines Fahrrads auf illegale Art und Weise gewechselt. Aus diesem Grund sollte man sein Fahrrad ordnungsgemäss gegen Langfinger schützen – beispielsweise mit BitLock. Leider gibt es viele Schlösser auf dem Markt, die innerhalb von wenigen Sekunden geknackt werden können. Darunter fallen zum Beispiel die Spiralkabel und normale Kabelschlösser, welche zwar als sehr komfortabel angesehen werden, wenn es um das Anketten des Fahrrads geht – das dünne flexible Kabel lässt sich aber leider auch genauso komfortabel durchtrennen. Panzerkabel und Kettenschlösser bieten da etwas mehr Schutz – dennoch eignen sie sich eher als Ergänzung zu einem Bügelschloss, um Vorder- sowie Hinterrad zusätzlich zu sichern. Bügelschlösser gehören demnach zu den sichersten Fahrradschlössern, haben jedoch den Nachteil, dass sie starr und unflexibel sind. BitLock, welches der Kategorie Bügelschlösser angehört, kann noch ein bisschen mehr als die gewöhnlichen Schlösser.

Besitzererkennung durch das Schloss

Während sich normale Schlösser von jedermann sich öffnen lassen, lässt sich das BitLock-Schloss ausschliesslich vom jeweiligen Besitzer öffnen. Sobald sich der Besitzer im Umkreis von einem Meter befindet, erkennt das Schloss ihn und der Fahrer muss nur noch den Knopf auf dem Schloss drücken, um dieses zu öffnen. Voraussetzung ist allerdings, dass die App auf dem iOS- oder Android-Handy installiert und Bluetooth 4.0 aktiviert ist. Alternativ kann das Schloss auch über die App selber ver- und entriegelt werden. Das alles benötigt natürlich auch Strom. Laut Hersteller befindet sich im Schloss eine Lithium-Thionylchlorid-Batterie, welche nach Entwicklerangaben rund fünf Jahre lang halten soll, was über 10.000 Schliessvorgängen entspricht. Sollte die Batterie einmal leer sein, so kriegt der Besitzer eine Meldung auf sein Telefon und die Batterie kann ausgewechselt werden. Ist hingegen der Smartphone-Akku leer, bevor man wieder zuhause ist, bleibt einem nichts anderes übrig, als ein Smartphone von jemand anderem kurz auszuleihen.

bitlock_app

Fahrrad durch GPS auffindbar

Neben der gefahrenen Strecke, erfasst die App auch den Ort, an dem das Rad hingestellt wurde – praktisch für Leute, deren Orientierungssinn nicht sonderlich ausgeprägt ist. Dadurch, dass die Benutzerrechte auch an andere Personen übergeben werden können, lässt dies Spielraum für mögliche Bike-Sharing-Firmen offen. So könnte auf bestimmte Bikesharing-Stationen verzichtet werden, denn durch die App wird ermöglicht das abgestellte Fahrrad auch im hintersten Eck der Stadt wiederzufinden.

 

Verschlüsselung sorgt für Sicherheit

Das Schloss bietet nicht nur gegen mechanische Einwirkungen Schutz vor Diebstahl. Denn dank derselben Verschlüsselung, welche auch beim Online-Banking eingesetzt wird, kann eine unbefugte Öffnung des Schlosses nahezu ausgeschlossen werden. Durch den 12 Millimeter starken Bügel ist das circa 1 kg schwere Schloss ausserdem gegen jegliches Handwerkzeug zum Schlösser knacken sicher.

Von den angepeilten 120.000 US-Dollar wurden bereits über die Hälfte eingenommen bei der Kickstarter-Kampagne, welche bis zum 14. November läuft. Unterstützer kriegen das BitLock-Schloss bereits für 79 US-Dollar. Sobald die Crowdfunding-Kampagne erfolgreich abgeschlossen wurde, können die Schlösser zu rund 130 US-Dollar vorbestellt werden. Im regulären Verkauf werden diese dann 140 US-Dollar kosten. Erst im Juli 2014 wird das Schloss dann an die Kunden ausgeliefert.

Noch nicht mit allen Geräten kompatibel

Die App wird es für Android ab der Version 4.3 und iOS ab der Version 6 geben – jedoch noch nicht für alle Geräte. Auch Tablets und mobile Computer werden derzeit noch nicht unterstützt – die Entwickler denken darüber aber nach.

Quelle: kickstarter.com

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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2 Kommentare

  1. sehr cooles schloss….das gibt viele möglichkeiten zur anwendung.gibts das schloss auch schon in deutschland?

  2. Hallo Nadine, das Bitlock-Schloss gibt es aktuell noch nirgends auf dem Markt. Es kann aber unter http://www.bitlock.co direkt vorbestellt werden und wird voraussichtlich ab Juli 2014 ausgeliefert.

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