cobi-smart-biking-system_00

Cobi macht aus herkömmlichen Fahrrädern Smart-Bikes

Cobi steht als Abkürzung für „Connected Bike“ und stammt vom deutschen Startup-Unternehmen iCradle. Unter dem Namen Cobi verbirgt sich ein Nachrüst-Set für Fahrräder, welches die herkömmlichen Zweiräder für relativ wenig Geld mit smarter Elektronik ausrüstet.

Während in Autos die Elektronik immer mehr an Oberhand gewinnt, blieben die Fahrräder bisher vom Technik-Hype weitestgehend verschont. Wer sein Fahrrad technisch aufrüsten will, der greift seit Jahren zum altbewährten Fahrradcomputer, der dem Nutzer diverse Daten wie Geschwindigkeit, Temperatur und weitere wichtige Daten anzeigt. Auf Kickstarter sorgt nun das deutsche Jung-Unternehmen iCradle mit seinem Cobi-Projekt für Aufsehen. Eines schon mal vorneweg: Cobi bietet (zusammen mit einem Smartphone) deutlich mehr als ein simpler Fahrradcomputer. Obwohl das Projekt noch 12 Tage zur Finanzierung ausgeschrieben ist, konnte das Ziel von 100.000 US-Dollar mit rund 260.000 US-Dollar bereits deutlich überschritten werden. Bereits im Vorfeld erhielt das Unternehmen über eine Million von diversen Investoren. Doch worum handelt es sich bei Cobi überhaupt? Cobi steht für „Connected Bike“ und besteht sozusagen aus einem mehrteiligen Paket mit verschiedenen Hardware-Komponenten sowie einer entsprechenden Smartphone-App. Das Cobi-System bietet eine Smartphone-Halterung für die Lenkerstange, dessen Durchmesser zwischen 25 bis 34 Millimeter liegen muss. Direkt in die Halterung integriert ist ein LED-Licht, dazu kommt ein Rücklicht, welches beim Bremsen automatisch heller wird sowie ein Daumencontroller, mit dem sich beispielsweise die Musikwiedergabe regeln oder der Blinker am Rücklicht aktivieren lässt. In die Halterung passen alle iPhones ab dem Modell 5 sowie auch Samsungs Galaxy S4, S5 und das Google Nexus 5. Die Smartphones werden mit einem Schutzdeckel abgedeckt, um so vor Wettereinflüssen und Stürzen geschützt zu sein.

In Cobi selbst wurde zudem eine kleine Alarmanlage eingebaut, die nach Scharfstellung mittels Bewegungssensor ausgelöst werden kann und einen Alarm von sich gibt. Für die Klingel, welche ihr ebenfalls über den Controller auslöst, könnt ihr verschiedene Töne festlegen. Zudem reicht die Nutzung von Spotify über Social Media bis hin zum Anzeigen von Wetterdaten oder dem Tracken der zurückgelegten Strecke. Natürlich lässt sich auch die aktuelle Geschwindigkeit anzeigen oder das Navi über euer Smartphone nutzen. Ebenso lassen sich die Daten von ANT+-Funksensoren auswerten, sodass auch das Tempo und die Trittfrequenz erfasst werden kann. Positiv zu sehen ist auch, dass iCradle Drittherstellern das SDK zur Verfügung stellt, sodass wir möglicherweise bald schon weitere kompatible Produkte sehen werden. Der in Cobi integrierte Akku mit einer Ladekapazität von 6.000 mAh soll für eine Laufzeit von rund sechs Stunden ausreichen – aufgeladen wird der Akku über einen speziellen Dynamo. Bei E-Bikes wiederum erfolgt die Stromversorgung über deren Batterie.

Die Finanzierung des Crowdfunding-Projekts bei Kickstarter dauert noch bis zum 2. Januar 2015. Die Preise für Cobi beginnen bei 159 US-Dollar für das Starter-Set für herkömmliche Fahrräder, was umgerechnet rund 130 Euro entspricht. Klappt alles nach Plan, so wird Cobi im Juni 2015 an die Käufer ausgeliefert.

Quelle: Kickstarter, CobiBike

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

Ebenfalls interessant

tech-tats

Tech Tats: Tattoos messen künftig verschiedene Körperfunktionen

Facebook Twitter Google+ Pinterest Pocket Facebook Twitter Google+ Pinterest LinkedIn Digg Del StumbleUpon Tumblr VKontakte …

Kommentar verfassen