command_and_conquer

Command & Conquer – das neue Generals

Der Entwickler Victory Games erhofft sich viel aus dem Free2Play-Titel Command & Conquer, der noch dieses Jahr auf den Markt kommen soll. Das Echtzeit-Strategiespiel soll sich zudem nicht als Eintagsfliege auf dem umkämpften Online-Markt positionieren, wenn es nach den Worten von Executive Producer Jon Van Caneghem gehen soll.

Frostbite-Engine

Früher galt SAGE (Strategy Action Game Engine) als Motor von diversen Command & Conquer-Teilen. Doch trotz vielen Optimierungen und sonstigen Render-Tricks konnte die veraltete Engine nicht mehr zeitgemässe Grafiken auf den Bildschirm bringen. Aus diesem Grund hat Victory Games in Zusammenarbeit mit Dice die Frostbite-Engine, welche hauptsächlich bekannt ist durch Shooter wie Battlefield oder Bad Company, in C&C integriert. Da die Engine allerdings für FPS (First Person Shooter) und nicht für RTS (Real Time Strategy) entwickelt wurde, mussten zuerst erhebliche Teile der Engine angepasst werden. Darunter fielen etwa Dinge wie die Kamera, Steuerung sowie das User-Interface. Zur Frostbite-Engine kam auch eine verbesserte Physikberechnung auf Basis der Havok-Physik hinzu. Diese bringt dem Spieler einige zusätzliche Vorteile: Sowohl Gebäude als auch Einheiten zerfallen bei Beschuss in ihre Einzelteile. So lässt sich nach einigen Spielstunden bereits der aktuelle Zustand der umliegenden Gebäude durch ihr Aussehen erkennen, sowie die Position des Feindes erahnen, wenn man erkannt hat, aus welcher Richtung man beschossen wird. An der gestern zu Ende gegangenen Gamescom konnte man dies erstmals auf eindrückliche Art und Weise selber miterleben.

Altbekannt: Fraktionen & Generäle

Vorerst stehen dem Spieler drei Fraktionen zur Verfügung: APA (Asian-Pacific Alliance), EU (European Union) und GLA (Global Liberation Army). Die APA-Gruppierung entspricht so ziemlich den Chinesen aus Generals mit ihrem mächtigen Overlord-Panzer. Die EU hingegen wird im neuesten Teil von C&C den Luftraum dominieren, sowie die technisch fortschrittlichste Armee ins Gefecht führen. Die GLA wiederum konzentriert sich vor allem auf Guerillataktiken, was einiges an Mikromanagement fordert. So wie man es von den „Generälen“ her kennt, werden auch hier wieder die Fraktionen durch unterschiedliche Generäle unterteilt. Gut möglich also, dass es wieder einen Nuklear-, Säure- oder auch den Undercover-General geben wird. Eines steht allerdings jetzt schon fest: Zu Anfangszeiten werden dem Spieler lediglich die drei Grundfraktionen zur Verfügung stehen. Alles andere muss entweder erspielt oder mit echtem Geld gekauft werden.

C&C erstmals mit Free2Play-Modell

Als ich das gehört habe, dachte ich bereits im Vorhinein: „Oh nein, nicht schon wieder…“. Gibt es doch in letzter Zeit immer öfters diese Free2Play/Freemium-Spiele, die dem Spieler nach und nach das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Wie der Executive Producer Jon Van Caneghem berichtete, stehen anfangs nicht alle Generäle zur freien Verfügung. Diese lassen sich entweder durch das Sammeln von Erfahrung (XP) oder durch echtes Geld freischalten. Gegen Bares gibt es neben einigen kosmetischen Anpassungen für die Einheiten auch einen XP-Beschleuniger. Für mich heisst das mal wieder, dass der mit dem grössten Geldbeutel wohl auch die höchsten Siegchancen hat. Schade – ist die C&C-Spielereihe gesamthaft gesehen doch mitreissend. Nun, vielleicht liege ich aber auch völlig falsch und der XP-Booster, den es zu kaufen gibt, ist doch nicht ganz so spielentscheidend wie meine ersten Befürchtungen verlauten liessen – wir werden es sehen.

Um die Spieler auch nach dem Release bei der Stange zu halten, möchte Victory Games fast wöchentlich neue Einheiten, Generäle, Karten, Spezialfähigkeiten sowie Waffen und sonstige Spielanpassungen in Command & Conquer integrieren. Ausserdem kündigte Electronic Arts für 2014 noch eine Reihe an Story-Missionen an. Diese Einsätze können auf der ganzen Welt stattfinden und auch gemeinsam mit Freunden absolviert werden.

Erscheinungstermin steht noch nicht fest

Command & Conquer befindet sich bereits im Alpha-Status und soll dieses Jahr noch erscheinen. Für 2013 ist ausserdem noch eine Open-Beta geplant für die man sich hier anmelden kann.

Quelle: golem.de

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

Ebenfalls interessant

quake-champions

Quake Champions: Fortsetzung des Arena-Shooters und Overwatch-Konkurrenz?

Facebook Twitter Google+ Pinterest Pocket Facebook Twitter Google+ Pinterest LinkedIn Digg Del StumbleUpon Tumblr VKontakte …

Kommentar verfassen