Crytek möglicherweise gehackt

Kaum eine Woche vergeht, ohne dass eine Meldung einer möglichen Hackattacke uns erreicht. Dieses Mal hat es sehr wahrscheinlich das deutsche Spielentwicklungsunternehmen Crytek erwischt.



Das deutsche Unternehmen mit Sitz in Frankfurt ist Arbeitgeber von rund 800 Mitarbeitern. Bekannt wurde der Gameshersteller hauptsächlich durch Titel wie Crysis, von dem im 1. Quartal dieses Jahres der 3. Teil erschienen ist und durch Far Cry. Nun nahm Crytek alle seine Websites aufgrund „verdächtiger Aktivitäten“ vom Netz. Betroffen davon sind: Crytek.com, Mycryengine.com, Crydev.net und MyCrysis.com.

GFACE.com, Crysis.com und Warface.com sind allerdings nicht davon betroffen. Es ist also gut vorstellbar, dass Crytek Opfer eines Hackangriffes wurde. In einer Mail an die Mitglieder teilte man die Offlinenahme der oben aufgeführten Seiten mit. Zudem wurden alle Passwörter der Benutzer zurückgesetzt und darauf hingewiesen, dass man auch bei weiteren Diensten das Passwort ändern soll, sofern man das identische wie bei Crytek benutzt.

Was genau passiert ist, während die Eindringlinge sich auf dem Server befanden, ist allerdings noch unklar. Daher kann man noch nicht sagen, ob Daten wie Passwörter, E-Mail-Adressen oder sonstige persönliche Informationen möglicherweise in falsche Hände geraten sind. Die grösste Spieleschmiede Deutschlands arbeitet derzeit daran, die Webseite so schnell wie möglich wieder ans Netz zu bringen, eine Zeitangabe konnte allerdings nicht gemacht werden.

crytek

Quelle: pcgames.de

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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2 Kommentare

  1. hi Marco,

    Frage: habt ihr Kontakt mit den Betreibern der genannten Seite?? Wenn ja, dann sollte man die – bevor die ihre Seiten wieder online bringen – erst mal auffordern, ihre eigenen Netzwerke zu prüfen, ob die nicht am Ende gehackt sind!! Denn wenn ja, dann gibt es da nämlich folgendes Problem:

    solche Hacker öffnen sich dann in den Netzwerken sogenannte Backdoors für zukünftige Attacken!! Und die müssen dichtgemacht werden!! Außerdem sollten die mal ihre Server auf Datendiebstahl (also den Diebstahl von User-Identitäten, Passwörtern, Emailadressen, Kreditkarten-Nummern, usw.) prüfen!! Eventuell korrumpierte Server sollte man nicht mehr benutzen und neue Server aufbauen!!

    Darüber hinaus sollte die Software dieses Spieles auf verdächtige Backdoors geprüft werden. Auch aus diesen Backdoors kann man ermitteln, wer dahintersteckt!!

    Denn in diesem Fall gibt es mehrere Möglichkeiten, sodass ich mich hier nicht in Spekulationen ergehe, sondern erst mal die Ermittlungsergebnisse abwarte.

    Von daher: hier muss Gründlichkeit vor Schnelligkeit gehen. Das sollte auch diesen Betreibern klar sein.

    Gruß
    Andrea

  2. Nein, zwischen Crytek und mir besteht kein direkter Kontakt. Wobei dies aus meiner Sicht sowieso irrelevant ist, da die Techniker von Crytek mit Sicherheit wissen, was sie tun.

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