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eCall: Auto-Notrufsystem in Neuwagen ab 2018 Pflicht

Die Europäische Union erhält ein neues Gesetz, das ein automatisches Notrufsystem für alle Neuwagen ab Frühling 2018 vorschreibt. Dadurch soll die Zahl der Unfalltoten pro Jahr um ganze 10 Prozent verringert werden können.

Rund 25.700 Menschen aus der Europäischen Union fanden im letzten Jahr durch Verkehrsunfälle in den Tod. Mit einem neuen Gesetz möchte die EU nun die Todesfälle auf den Straßen Europas verringern. Keine Sorge, es gilt nicht ab sofort ein großflächiges Tempo-30-Limit, sondern es handelt sich hierbei um den Einbau eines automatisches Auto-Notrufsystem namens eCall in Neuwagen. Dieses System muss in jeden PKW und Kleintransporter eingebaut werden, dessen Erstzulassung ab dem 31. März 2018 in der EU stattgefunden hat. Verkehrsunfälle wird es dadurch zwar nicht weniger geben, die Helfer jedoch werden schneller vor Ort sein können.

Funktionsweise von eCall

Voraussetzung für ein funktionierendes Notrufsystem sind Module für GPS-Empfang und Mobilfunk, ein Steuergerät sowie Sensoren, welche die Anzahl an Insassen im verunfallten Fahrzeug erkennen. Doch wie funktioniert eCall überhaupt? Bei einem Auto-Unfall erkennt dies das eCall-System und übermittelt automatisch an die Nummer 112 Zeitpunkt des Unfalls, Ort, Fahrzeugtyp, Treibstoffart sowie Anzahl der Insassen. Der Notruf kann bei Bedarf auch manuell per Knopfdruck ausgelöst werden, was hoffentlich nicht zu einer Häufung an Fehlalarmen führt.

Durch die schnellere Alarmierung der Rettungsleitstelle sowie die präzise Ortsangabe erhofft sich das EU-Parlament, die Anzahl Todesopfer um rund 10 Prozent zu verringern. Zudem sollen dadurch auch Kosten gesenkt werden können, die durch Unfälle verursachte Staus entstehen. Die Kosten für das eCall-System selbst werden pro Fahrzeug auf rund 100 Euro geschätzt – für den Service bezahlt der Nutzer „nichts“, der Preis ist im Fahrzeugkauf inbegriffen.

Datenschutz ist geregelt

Laut dem EU-Parlament ist auch der Datenschutz gewährleistet, so darf sich das System nur bei einem Unfall aktivieren – die dauerhafte Aufzeichnung von Fahr- und Positionsdaten des entsprechenden Fahrzeuges ist demnach verboten.

Außerdem dürfen die vom Rettungsdienst im Rahmen eines Unfalls gesammelten Daten ohne ausdrückliche Zustimmung der Betroffenen nicht an Dritte weitergegeben werden. Trotzdem gibt es in diesem Zusammenhang natürlich jede Menge Kritiker, die das permanente Sammeln von Daten befürchten – zurecht in der heutigen Zeit.

Via: Golem

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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