Fairphone 2: Das faire Smartphone wird modular und bietet bessere Hardware

Der niederländische Smartphone-Hersteller Fairphone hat die zweite Generation des fairen Smartphones vorgestellt, das unter besonders humanen Bedingungen hergestellt werden soll. Das Fairphone 2 punktet gegenüber seinem Vorgänger vor allem durch sein modulares Aufbausystem, was das Gerät besonders leicht reparierbar macht.

Der Begriff Fairphone dürfte wahrscheinlich dem einen oder anderen von euch bekannt vorkommen. Fairphone hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst viele Rohstoffe von Unternehmen zu beziehen, die nicht in Verbindung mit bewaffneten Milizen stehen, welche die Arbeiter unter schlechtesten Bedingungen unterdrücken und kaum bezahlen. Auch die Herstellung soll möglichst fair vonstatten gehen, weshalb auf die Firma A’Hong in China gesetzt wird, bei der sichere Arbeitsbedingungen und faire Löhne zum Standard gehören. Außerdem wird der Fokus beim Smartphone auf Langlebigkeit ausgelegt und sollte dennoch mal etwas kaputt gehen, so sollte es möglichst einfach zu reparieren sein. Dies konnte mit einer modularen Bauweise bewerkstelligt werden. So lässt sich das Display beispielsweise innerhalb von einer Minute austauschen, ohne auch nur ein einziges Werkzeug zu nutzen. Für den Austausch der Kamera müssen wiederum drei Schrauben gelöst werden.

Technisch gesehen nähert sich das Fairphone 2 mit einem großen Schritt an Unternehmen wie Apple, Samsung, LG oder HTC. So bietet das Fairphone 2 ein 5 Zoll großes FullHD-Display, das durch Gorilla Glass 3 geschützt wird. Im Innern kommt ein Quad-Core-SoC des Typs Qualcomm Snapdragon 801 mit 2,5 GHz zum Einsatz, der von 2 GByte RAM Unterstützung erhält. Interner Speicher sind 32 GByte vorhanden, welche sich per microSD-Karte zusätzlich erweitern lassen. Auf der Rückseite befindet sich eine 8 Megapixel Kamera – Angaben zur Frontkamera liegen leider keine vor. Lediglich der Akku scheint mit 2.420 mAh etwas klein bemessen, wird aber hoffentlich ausreichen, um den Anwender durch den Tag zu bringen. Des Weiteren bietet das Smartphone neben einem zweiten SIM-Karten-Slot auch eine weltweite LTE-Unterstützung sowie WLAN, Bluetooth 4.0 und GPS. Als Betriebssystem kommt die neueste Android-Version 5.1 Lollipop zum Einsatz.

Während das erste Fairphone rund 60.000 mal verkauft wurde, strebt das Unternehmen bei der zweiten Generation Stückzahlen von rund 150.000 an. Der Preis des Fairphone 2 liegt bei hohen 525 Euro. Hierbei muss man allerdings bedenken, dass wohl ein Großteil der Arbeiter, die daran gearbeitet haben, mit einem fairen Lohn entschädigt wurden. Leider wird es aber wohl so kommen, dass vielen Menschen das Wort „Fair“ dennoch zu teuer ist und deswegen zu einem günstigeren Gerät greifen, an dem möglicherweise Blut klebt. Wer dennoch Interesse zeigt, kann das Fairphone 2 direkt beim Hersteller ab Sommer vorbestellen.

Quelle: Fairphone

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

Ebenfalls interessant

LG Stylus 2: Das erste Smartphone mit DAB+

Facebook Twitter Google+ Pinterest Pocket Facebook Twitter Google+ Pinterest LinkedIn Digg Del StumbleUpon Tumblr VKontakte …

Kommentar verfassen