FiLIP – Smartwatch is watching you

Viele Eltern wehren sich vehement dagegen, ihren Nachwuchs mit einem Smartphone auszustatten. Je jünger die Kinder noch sind, desto sinnvoller ist diese Entscheidung. Mit der FiLIP-Smartwatch soll eine Art Kompromiss geschaffen werden. Die Ortungs-Uhr soll besorgten Eltern dabei helfen, stets in Kontakt mit ihren Sprösslingen zu bleiben. Neben der Lokalisation des Trägers kann die Armbanduhr außerdem eine Telefonverbindung zu den Eltern herstellen und diese alarmieren, wenn die Kids vordefinierte Sicherheitsbereiche verlassen.



Waren Kinder früher glücklich damit, im Besitz eines normalen Handys zu sein, steigen die Erwartungen der Kids heutzutage immer mehr. „Alle anderen in meiner Klasse haben ein Smartphone, nur ich nicht!“ – Diesen oder ähnliche Sätze werden die meisten Eltern sicherlich schon zu Genüge gehört haben, wenn es wieder einmal um das leidige Thema „Die Anschaffung eines Smartphones“ geht. Eltern bzw. Erziehungsberechtigte argumentieren vor allem mit durch die Nutzung des Internets und diverser Apps entstehenden hohe Kosten sowie fehlende Kontrolle über die mobilen Internetaktivitäten des Nachwuchses, die gegen den Kauf eines Smartphones sprechen. Den Kindern geht es vor allem darum, dass ein stinknormales Handy längst der Vergangenheit angehört und man unbedingt ein Smartphone brauche – immerhin ist dieses viel „cooler“ und „alle anderen haben schließlich auch eins“.

Doch stimmt das wirklich?

Betrachten wir einmal die Fakten. Die Kids-Verbraucher-Analyse (KidsVA) befragte 1650 Kinder im Alter zwischen 6 und 13 Jahren in Deutschland. Demnach gaben 78 Prozent an, bereits über ein eigenes Handy zu verfügen, 17 Prozent seien sogar im Besitz eines Smartphones. Waren Handys früher Sinn und Zweck, um erreichbar zu sein, schätzen Jugendliche die Geräte heutzutage ganz anders. Für sie stellt ein Smartphone vor allem einen kleinen Computer dar. So zählt das Telefonieren mittlerweile nicht mehr zu den wichtigsten Funktionen, da der Nachwuchs immer mehr auf mobiles Internet sowie anspruchsvolle Apps und Spiele legt. Die Frage ist nur, ob es denn unbedingt ein Smartphone sein muss. Wenn es beispielsweise nur darum geht, dass das Kind im Bus auf dem Weg nach Hause erreichbar ist, reicht ein einfaches Handy – oder man bedient sich Alternativen. Und hier kommt die Smartwatch von FiLIP zum Einsatz.

Was kann die Uhr?

Im Fokus der FiLIP-Watch dürfte vor allem die Standortermittlung der Kinder stehen. Immerhin ist es wohl der schlimmste Alptraum aller Eltern, wenn das eigene Kind plötzlich vermisst wird. Auch wenn die meisten Kinder und Jugendliche innerhalb weniger Tage wieder auftauchen oder von der Polizei aufgegriffen werden, gibt es leider auch die Fälle, in denen die Kinder Opfer einer Gewalttat werden. Die Entwickler der FiLIP versprechen sich mit ihrer Innovation einen Schritt in die richtige Richtung. Mittels GPS, Funkzelle und WLAN  lässt sich die Uhr orten. In der dazugehörigen FiLIP-App lassen sich Sicherheitszonen bestimmen, in denen sich der Nachwuchs aufhalten darf. Sobald so ein vordefinierter Bereich verlassen wird, schlägt die iOS bzw. Android-App Alarm. Eltern werden so stets auf dem Laufenden gehalten, wenn sich der Sprössling an einem unvorhergesehenen Ort befindet. Doch die Uhr kann mehr, als nur „überwachen“. Mit der FiLIP kann man auch telefonieren. Zwar verfügt die Armbanduhr nicht über einen Ziffernblock, sodass man beliebige Rufnummern anwählen könnte, jedoch kann das Kind Gespräche mit fünf vorher festgelegten Nummern tätigen. Betätigt das Kind den eingebauten Alarmknopf, so stellt die Uhr direkten Kontakt zu den Eltern her und übermittelt dabei die aufgenommenen Umgebungsgeräusche. Außerdem wird der Standort des Nachwuchses an die App gesendet. Ist es nicht möglich die Eltern zu erreichen, so werden die maximal fünf vorprogrammierten Telefonnummern nacheinander angerufen. Nimmt keiner der Empfänger ab, so wird automatisch der Notruf alarmiert. Den Eltern ist es auch möglich, die Alarmfunktion über die App auszulösen. Weiterhin können Kurznachrichten von der App auf die Smartwatch geschickt werden. Umgekehrt können Kinder allerdings keine SMS an ihre Eltern versenden.

Über die Akkulaufzeit gibt es noch keine Informationen. Wie der Hersteller mitteilt, soll das Gehäuse wasserfest und strahlungsarm sein. Auch soll ein Schutz die Uhr vor Eindringen von Sand und Staub bewahren. Sobald das Kind wächst und das ursprüngliche Armband der Smartwatch zu klein geworden ist, kann die eigentliche Rechnereinheit der Uhr aus dem Armband herausgenommen und in ein größeres hineingesetzt werden.

filip-app

Erscheinungsdatum und Preis

Bislang wurde weder ein Preis noch ein Erscheinungstermin für die FiLIP genannt. Allerdings soll sie noch in diesem Jahr in den Handel kommen. Als Zielgruppe gibt der Hersteller Eltern von fünf- bis zwölfjährigen Kindern an.

Quelle: myfilip.com

Über Nicole Winkler

Nicole ist eine der Mitgründerin von TechnologieJunkies. Heimliche Leseratte und Liebhaberin guter Filme und Serien. Mag Animes, Sushi und ist Fan der Kassel Huskies. Interessiert sich für das Gaming und allerlei technische Spielereien. Ursprünglich a bayrisches Madl, lebt und bloggt nun jedoch im schönen Kassel.

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