Jailbreak

Auf Deutsch übersetzt bedeutet Jailbreak „Gefängnisausbruch“. Nein, wir sind natürlich keine Junkies, die aus dem Gefängnis ausgebrochen sind! Vielmehr ist damit der Vorgang gemeint, mit dem sich das iDevice aus dem „Gefängnis von Apple“ befreien lässt.

Im Normalzustand lässt sich keine Drittanbietersoftware auf das System aufspielen. Da Apple ein sogenanntes „Closed World“-Geschäftsmodell verfolgt, kann der Benutzer lediglich Apps aus dem firmeneigenen App Store beziehen. Mittels einer entsprechenden Software wird bei einem Jailbreak iOS so modifiziert, dass man Zugriff (sogenannte Root-Rechte) auf interne Funktionen sowie das Dateisystems des Betriebssystems erhält. Dadurch lassen sich nun weitere Applikationen, unter anderem aus dem Cydia-Store, auf dem Gerät installieren.

Im Zusammenhang mit einem Jailbreak hört man oft das Wort „illegal“. Ein durchgeführter Jailbreak ist allerdings nicht verboten. Im Jahr 2010 untersagte gar der US-Kongress dem Multi-Unternehmen Apple, Strafen für gejailbreakte Geräte zu verlangen. Wer sich nun allerdings mit gecrackten Apps vollsteckt, befindet sich bald in der rechtlichen Grauzone. Ein Jailbreak ist außerdem immer mit einem zusätzlichen Sicherheitsrisiko verbunden. Hacker beispielsweise haben es so deutlich leichter, persönliche Daten abzugreifen.

Man unterscheidet zwischen zwei Varianten beim Jailbreak:

  1. untethered Jailbreak: Das iDevice kann nach dem jailbreaken beliebig oft und ohne Hilfsmittel neu gestartet werden, ohne dass der Jailbreak neu aufgespielt werden muss.
  2. tethered Jailbreak: Hier ist genau das Gegenteil der Fall. Nur mit Hilfe von einigen Tools und der bestehenden Verbindung zum PC/Mac bleibt ein Jailbreak nach dem Neustart des iDevices bestehen.

Apple vertritt jedoch den Standpunkt, dass das Entsperren von iOS zu einem Herstellergarantieverlust führt. Mittels iTunes kann jedoch der ursprüngliche Zustand des Gerätes wiederhergestellt und so der Jailbreak entfernt werden.

 

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