SIM-Lock

Ist ein SIM-Lock auf einem Smartphone vorhanden, dann lässt sich das Gerät ausschließlich mit einer SIM-Karte, die den festgelegten Kriterien entspricht, nutzen. Eines der Kriterien ist beispielsweise die Ländersperre, bei der die SIM-Karte aus einem bestimmten Land oder Ländergruppe stammen muss. Ein anderes Kriterium ist wiederum der Netlock, bei dem das Handy an ein bestimmtes Netz gebunden ist. Auch einen vollständigen Lock (full SIM card lock) gibt es, bei dem das Gerät nur mit einer ganz bestimmten SIM-Karte funktioniert. Ist diese beschädigt, so muss eine identische Ersatzkarte vom Netzbetreiber angefordert werden.

Zu den neuesten Arten gehört die ID-SIM-Kartensperre, bei der nur Handys akzeptiert werden, welche durch eine Kamera den Nutzer des Smartphones nachweisen können. Per GPS wird das Gerät zudem stündlich geortet, sodass dies nur in einer bestimmten Region oder einem bestimmten Gebiet verwendbar ist.

SIM-Locks traf man früher in Deutschland vor allem bei Prepaid-Paketen an. Der Hintergrund dieser Sperre liegt auf der Hand: Damit wollen Netzbetreiber verhindern, dass die von ihnen subventionierten Mobiltelefone mit anderen Tarifen oder gar mit Drittanbietern benutzt werden. Eine SIM-Lock lässt sich meistens nach 12 oder 24 Monaten kostenlos oder früher durch Zahlung einer Gebühr aufheben. Um ein Mobilgerät von der Sperre zu befreien, wird die 15-stellige IMEI-Nummer benötigt, welche ihr auf jedem Gerät mit der Tastenkombination *#06# abfragen könnt. Abgesehen vom offiziellen Weg die SIM-Lock zu entfernen, gibt es auch andere Möglichkeiten, doch die liegen auf der Grenze zwischen legal und illegal und sind daher nicht zu empfehlen.

 

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