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Google Glass: Studenten in den USA lernen mit der Datenbrille zu operieren

Künftig werden Medizinstudenten der Stanford Universität im OP-Saal Unterstützung durch die Google Glass bekommen. Während der Operation können dank einer Partnerschaft mit CrowdOptic die nächsten Schritte kommuniziert und das nötige medizinische Wissen weitergegeben werden.

Die Nutzen der Google Glass sind sehr umstritten – für die einen ist die Augmented-Reality-Brille von Google ein nützliches Gadget, während insbesondere Datenschützer bei dem Wearable Alarm schlagen. Allerdings sollte man nicht außer Acht lassen, dass Datenbrillen wie die Glass nicht nur eine nette Spielerei sind, sondern in einigen Bereichen sogar dabei helfen können, Menschenleben zu retten. So könnte die Brille die Feuerwehr bei ihrer Arbeit unterstützen, indem sich der Träger beispielsweise Grundrisse des Gebäudes anzeigen lassen kann oder wo sich der nächstgelegene Hydrant befindet. Aber auch der Bereich der Medizin könnte durch den Einsatz solcher Augmented-Reality-Brillen revolutioniert werden.

Nachdem bereits amerikanische Medizinstudenten und angehende Ärzte in Irvine angefangen haben, einhändige chirurgische Verfahren mit der Google Glass zu lernen, tun es ihnen ihre Kollegen der Stanford-Universität nun gleich. Die High-Tech-Brille wird dazu verwendet, um dank einer Partnerschaft zwischen Google und CrowdOptic, einem Unternehmen des „Glass for Work-„Programms, die Sicht des angehenden Chirurgen während den zu lernenden Eingriffen zu streamen und in Echtzeit an den Ausbilder zu übermitteln. Dieser kann den Student nun bei seinen nächsten Schritten anleiten und so vielleicht dem ein oder anderen nervösen Schützling besser unter die Arme greifen und mehr Sicherheit geben.

Natürlich gibt es auch hier wieder datenschutzrechtliche Bedenken, immerhin übermittelt die Brille Bilder von Patienten auf OP-Tischen, doch CrowdOptic teilte mit, dass man selbstverständlich keinen Zugriff auf die Bilder sowie Videos hat, die aus dem OP-Saal übertragen werden. Demnach befinden sich die Aufnahmen also im Besitz der Universität von Standford.

Quelle: Engadget

 

Über Nicole Winkler

Nicole ist eine der Mitgründerin von TechnologieJunkies. Heimliche Leseratte und Liebhaberin guter Filme und Serien. Mag Animes, Sushi und ist Fan der Kassel Huskies. Interessiert sich für das Gaming und allerlei technische Spielereien. Ursprünglich a bayrisches Madl, lebt und bloggt nun jedoch im schönen Kassel.

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3 Kommentare

  1. Im beruflichen Bereich bzw. zu Ausbildungszwecken gibt es sicher sinnvolle Anwendungen für Google Glass. Da dürften auch die Datenschutzprobleme in den Griff zu bekommen sein. Anders sieht das im privaten Bereich aus. Da gibt es so gut wie keine sinnvollen Anwendungen, die nicht auch mit einem Smartphone realisiert werden könnten. Und das Datenschutzproblem ist nicht wirklich in den Griff zu bekommen.
    Viele Grüße
    Ann-Bettina

  2. Hallo Ann-Bettina,
    ich sehe es ähnlich wie du. Wobei das Praktische an Brillen wie der Google Glass ja ist, dass man sie quasi freihändig bedienen kann, was beim Smartphone wiederum nicht der Fall ist. Allerdings wird es ziemliches Neuland werden, wenn einem plötzlich Leute begegnen, die sozusagen „Selbstgespräche“ führen, da sie der Glass gerade Kommandos geben. 😉 Was den Datenschutz angeht, so ist dem auch bei Smartphones oder Smartwatches ebenfalls nur schwer bis gar nicht Herr zu werden. Auf jeden Fall bin ich gespannt darauf, welche (sinnvollen) Anwendungsmöglichkeiten die Datenbrillen bekommen werden.

  3. Hallo, schließe mich der Auffassung an, dass es sinnvolle „Einsatzgebiete“ gibt. Ob es beim Operieren sinnvoll ist? Ich weiß nicht, ob es nicht möglicher Weise vom wesentlichen ablenkt. Aber das mag ja auch eine Übungssache sein, und wenn man bereits im Studium dahin geführt wird.

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