Google übernimmt Drohnen-Hersteller Titan Aerospace

Wie Google am Montag bekannt gab, hat man das Drohnen-Start-up Titan Aerospace gekauft. Wir erinnern uns: Auch Facebook zeigte ursprünglich grosses Interesse an diesem Unternehmen.

Drohnen-Hersteller Titan Aerospace beherbergt rund 20 Mitarbeiter in der Produktionsstätte in New Mexico. Auch nach der Übernahme durch Google soll Titan den aktuellen Standort, wie auch die Führung unter Vern Raburn beibehalten. Es ändert sich also erst mal nicht viel beim Start-Up-Unternehmen aus New Mexico. Zukünftig soll das 20-köpfige Team am Projekt Loon teilhaben, welches sich mit der Herstellung von grossen Heissluftballons zuletzt beschäftigte. Diese sind mit Antennen bestückt und ermöglichen so einen Internetanschluss auch an abgelegenen Orten auf der Welt. Weiter soll auch der hauseigene Kartendienst des Suchgiganten, Google Maps, vom Zukauf profitieren.

Die Drohnen können aus 19 Kilometern Höhe nicht nur hochauflösende Fotos von der Erde schiessen, sondern auch diverse Messungen der Atmosphäre mittels Sensoren durchführen. In dieser Höhe kann die Drohne rund fünf Jahre verbringen, ohne zu landen. Den dazu nötigen Strom liefern die an den Tragflächen montierten Solarzellen, welche den Akku stets aufladen können. Mit einer Flügelspannweite von 50 Metern befinden wir uns etwa in der Dimension einer Boeing 767, bei einem Gewicht von nur 70 Pfund (31,74 kg). Die Drohnen kann man laut Titan mit speziellen Kommunikationssystemen bestücken, welche eine Internetgeschwindigkeit von einem Gigabit pro Sekunde zulassen. Zum Übernahmepreis hat man sich bei Google bisher noch nicht geäussert. Pikant ist allerdings, dass auch Facebook vor nicht allzu langer Zeit Interesse beim Unternehmen bekundet hat und anscheinend bereit war, rund 60 Millionen Dollar dafür zu zahlen. Ob Google dem blauen Riesen das Unternehmen nun vor der Nase weggeschnappt hat oder ob das Interesse bei Facebook verloren ging, ist nicht bekannt. Ich glaube eher an die zweite Variante, da der Social-Media-Gigant zuletzt stattdessen den britischen Drohnenentwickler Ascenta, der ebenfalls solarbetriebene Drohnen entwickelt, für 20 Millionen Dollar übernahm.

Quelle: WSJ

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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