Google: Werbung bald auf Kühlschränken, Thermostaten und in Autos zu sehen?

Küchengeräte sollen ja bekanntlich immer smarter werden und mit dem Nutzer kommunizieren können. In einem Brief an die US-Börsenaufsicht SEC erwähnte Google nun, dass sie in Erwägung ziehen, zukünftig auch auf Küchengeräten, Heizungsthermostaten und ähnlichen Geräten zu werben.

Die Vorstellung klingt ja schon ein wenig futuristisch, dass man zukünftig auch mit seinen Haushaltsgeräten kommunizieren kann. Dennoch ist es das Ziel einiger Hersteller (darunter LG mit dem HomeChat), in naher Zukunft auch den Staubsauger, die Waschmaschine oder den Kühlschrank miteinander zu vernetzen. Mit dem Zukauf vom Automations-Unternehmen Nest Labs machte Google den ersten grossen Schritt in den Heimautomatisierungs-Bereich. Doch wieso sollte man sich mit dem Verkauf von intelligenten Thermostaten zufrieden geben, wenn sich die Produkte auch nach dem Verkauf durch Werbung monetarisieren liessen?

Ein kürzlich veröffentlichter Briefwechsel von Google und der US-Börsenaufsichtsbehörde gibt Aufschluss darüber, dass Google sich ernsthaft überlegt, in naher Zukunft Werbung auf verschiedensten Geräten anzubieten. Damit sind nicht etwa PC, Smartphones oder Tablets gemeint, sondern Armaturenbretter, Kühlschränke, Thermostate, Brillen, Uhren und andere vernetzte Geräte. Dies dürfte die Auswirkung haben, dass man selbst beim Kochen Werbung von Küchenutensilien, Kochbüchern oder Ähnlichem per Anzeige auf dem Kühlschrank oder Kochherd zu sehen bekommt oder beim Waschen die Werbung für neue Waschmittel. Spätestens wenn die ersten Adblocker für Küchengeräte auftauchen sollten, frag ich mich echt, wozu das Ganze? Doch kann ich mir gut vorstellen, dass ein Grossteil der Nutzer diese aggressive Werbeform als störend empfinden würde. Möglicherweise kommt es aber ganz anders und den Nutzern bietet sich durch die angezeigte Werbung ein echter Mehrwert.

Dass Google den grössten Umsatz durch Werbung generiert, muss ich hier wohl keinem erklären. Mit der Erweiterung von Werbeflächen könnte der Konzern auch seine Einnahmen weiter steigern. Den Zugang zu den smarten Geräten hat man sich mit Android Wear bereits gelegt. Ausserdem besteht seit Anfang des Jahres eine Kooperation zwischen Google und diversen Autoherstellern, um Android (und die Werbung?) in die Bordelektronik der Autos einzubinden.

Quelle: 9to5Google

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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