HTC erklärt anhand einer Infografik die Komplexität von Android-Geräte-Updates

Android-Updates sind ja so ’ne Sache – viele warten mehrere Wochen auf ein neues Update. Andere kriegen diese Aktualisierungen erst Monate später oder wenn sie Pech haben überhaupt nicht. HTC hat nun eine Infografik erstellt, um uns die ganzen benötigten Prozesse für ein Android-Update näher zu bringen.

Wer nun dachte, HTC drückt nach dem Release einer neuen Android-Version auf den roten Knopf und das Update wird automatisch an alle Geräte ausgeliefert, liegt falsch. Oft werden vom Benutzer ja die Hersteller dafür verantwortlich gemacht, dass ein Update so lange auf sich warten lässt. HTC hat sich nun die Mühe gemacht und zur Visualisierung eine riesengrosse Infografik erstellt, welche Schritt für Schritt jeden einzelnen Prozess, den ein neues Update durchlaufen muss, erklärt. Bevor ein Update überhaupt angekündigt wird, veröffentlicht Google das sogenannte Platform Development Kit (PDK), damit sich Hersteller bereits mit dem kommenden Update auseinandersetzen können. Hier muss zu Beginn überprüft werden, ob ein Update überhaupt auf einem der Geräte des Herstellers laufen würde. Dies ist von verschiedenen Faktoren abhängig, die nicht nur HTC betreffen, sondern auch Chip-Hersteller wie Qualcomm oder Nvidia. Sollte ein Chip also nicht mit der neuen Android-Version kompatibel sein, muss HTC wiederum auf einen optimierten und verbesserten Treiber der Chip-Hersteller warten. Wurde vom Chip-Hersteller eine Aktualisierung an der Treiber-Software vorgenommen, gehen die Treiber in Form eines Board Support Packages (BSP) wieder zurück zum Gerätehersteller.

Ist hier nun alles in Ordnung, beginnt mit der Anpassung der Geräte die nächste Prozedur. Während bei Google Play Editions gleich einige Punkte übersprungen werden können, sind bei Geräten mit einer vorhanden Nutzeroberfläche wie HTC Sense noch diverse Anpassungen erforderlich. Dann gibt es auch noch die Geräte mit einem Mobilfunkanbieter-Branding, insbesondere in den USA, bei denen die Erfordernisse des Betreibers eingehalten und gegebenfalls angepasst werden müssen.

Sobald die Firmware fertig ist und die Anpassungen implementiert sind, muss das Update von verschiedenen Industrie-Prüfstellen wie der Bluetooth SIG, der staatlichen Regulierungsbehörden wie der FCC und auch von Google wieder geprüft werden. Hier muss man wohl kaum erwähnen, dass bei festgestellten Mängeln das angepasste Android vom Hersteller nachgebessert werden muss. Geben allerdings alle Instanzen grünes Licht, wird das Update schlussendlich ausgeliefert und zum Download angeboten.

Wie man sieht, hängt ein Android-Update als nicht nur mit dem Device-Hersteller und Google zusammen, sondern eine Vielzahl anderer Instanzen haben hier ebenfalls ihre Finger drin. Interessant wäre hierbei noch eine ungefähre Zeitangabe bei den ganzen Prozessen gewesen, um zu sehen, wo am meisten Zeit verloren geht.

HTC-Anatomy-of-an-Android

Quelle: droid-life.com

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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