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Kingdom Come: Deliverance – Umfangreiches Mittelalter-Rollenspiel im Anmarsch

Warhorse Studios scheint kräftig die Werbetrommel gerührt zu haben, denn das Open-World-Medieval-RPG Kingdom Come: Deliverance hat in nur drei Tagen das gesetzte Ziel bei Kickstarter bereits erreicht. Ohne Magie und andere Spezialeffekte muss man sich mit seinem Charakter durch unzählige Schlachten kämpfen, Questen und weitere Rätsel lösen.



Die Geschichte von Kingdom Come: Deliverance beruht auf den historischen Ereignissen in Europa während des 15. Jahrhunderts. Die Handlung dreht sich um einen bescheidenen jungen Schmied, der neben seiner Familie, auch sein ganzes Hab und Gut im Krieg verloren hat. Beim Versuch, den letzten Wunsch seines Vaters zu erfüllen, zog ihn das Schicksal in eine grosse Verschwörung um einen entführten König. In einer nicht linearen Geschichte wird man mit seinem Helden durch die Welt wandern, als Ritter bei epischen Kämpfen mitmachen oder im Schatten lauern, um den Feind zu überraschen. Das Gebiet, welches man zu Fuss oder auf dem Rücken eines Pferdes durchforsten kann, ist rund neun Quadratkilometer gross und bietet Städte, Burgen, Wälder und Flüsse. Hie und da stolpert man auch über ein paar kleinere Siedlungen, unterirdische Minen, Geheimgänge oder Verliese.

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Quests bieten unterschiedliche Lösungswege

Wie in einem Rollenspiel so üblich, führen mehrere Wege nach Rom oder hier eben zum Questziel. Durch das Erlernen von verschiedenen Skills wie Redegewandtheit bieten sich Möglichkeiten an, mit denen sich aggressive Konfrontationen vermeiden lassen. Man begegnet unterwegs immer wieder zufälligen Ereignissen, kann Nebenquests lösen oder sich mit der Jagd oder dem Handwerk beschäftigen. Bei der Schmiedekunst steht einem nicht einfach ein Menü zur Verfügung, sondern man muss in Mini-Spielen gleich selbst Hand anlegen und seine Waffe schmieden, schärfen oder reparieren. Euch steht nur schon im ersten Akt eine ungefähre Spielzeit von etwa 30 Stunden bevor. Laut Warhorse Studios sollen euch die 3 Akte in Kingdom Come: Deliverance über 70 Stunden lang beschäftigen.

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Kampfsystem hört sich überzeugend an

Die Entwickler setzten sich zum Ziel, das Kampfsystem so realistisch wie möglich an das Mittelalter anzulehnen. Auf Fantasy-Elemente wie Magie wurde gezielt verzichtet – stattdessen sollen Schlachten exakt so dargestellt werden, wie sie im Mittelalter abliefen. Gegner verlieren nicht mit jedem Schlag einige Lebenspunkte, sondern man sollte versuchen diese erst zu ermüden, um dann eine Schwachstelle in ihrer Rüstung ausfindig zu machen und auszunutzen. Euch stehen ein Arsenal von insgesamt neun verschiedenartigen Waffen wie Schwerter, Dolche, Säbel, Bögen, etc. zur Seite. Man kann sich auf verschiedene Kampfstile und Waffenklassen spezialisieren und stets neue Bewegungen sowie Techniken erlernen. Jede Waffe hat dabei ihre Vor- und Nachteile: Schwerter können universell eingesetzt werden, Hämmer vor allem gegen Plattenrüstungen und Langschwerter sind sehr stark, allerdings aber auch sehr langsam und nicht benutzbar, wenn ihr euch auf einem Pferd befindet – mit anderen wiederum ist auch ein Zuschlagen vom Pferd aus möglich.

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Nicht nur das Angriffsspiel ist ziemlich komplex, sondern auch bei der defensiven Variante sind Rüstungen äusserst detailliert aufgebaut. Insgesamt kann man bis zu vier Lagen an Kleidung tragen, um sich gegen die verschiedenartigen Angriffe zu schützen. Eine komplette Rüstung besteht aus insgesamt 16 Einzelteilen, welche beliebig kombiniert werden können. Ausserdem stehen dem Kämpfer vier Waffenslots zur Verfügung, damit man unterwegs stets die richtige Waffe zur Auswahl hat.

Ziel bei Kickstarter bereits erreicht

Ein ausbleibender Erfolg hätte zum Projektaus geführt – aber so weit kommt es nicht, denn nach nur(!) drei Tagen, haben die Herren von Warhorse Studios das festgelegte Ziel auf kickstarter.com von 300.000 britischen Pfund (ca. 370.000 Euro) bereits erreicht. Rund 27 Tage haben die Entwickler noch Zeit, um weitere Moneten für ihr Einzelspieler-Rollenspiel zu sammeln. Da kann man doch richtig gespannt darauf sein, wie hoch der Endbetrag schlussendlich sein wird – wächst die Unterstützer-Anzahl doch nahezu im Sekundentakt.

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Erscheinungstermin liegt noch weit in der Ferne

Wenn alles nach Plan läuft, soll das Open-World-Rollenspiel im Dezember 2015 für Windows, Mac und Linux erscheinen sowie Oculus Rift unterstützen. Später soll es gar eine Fassung für die beiden Next-Gen-Konsolen PlayStation 4 und Xbox One geben. Bereits für 18 Euro kann man sich die digitale Version des 1. Aktes von Kingdom Come: Deliverance vorzeitig reservieren – deutlich mehr ausgeben muss, wer gleich alle drei Teile haben will.

Quelle: Kickstarter

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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