Kiss Connectivity: Neue Drahtlos-Technologie ist schneller als WLAN und USB 3.0

Das Startup-Unternehmen Keyssa hat mit „Kiss“ einen neuen Standard für drahtlose Datenübertragung entwickelt, der Datenkabel und mechanische Anschlüsse völlig überflüssig macht. Per Funk werden damit Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu sechs Gigabit pro Sekunde möglich.

Bereits seit 2009 arbeitet das Jungunternehmen Keyssa an der neuen kabellosen Übertragungstechnik „Kiss Connectivity“, welche Datenkabel völlig überflüssig erscheinen lässt. Daten lassen sich mit der neuen Technologie mit bis zu 6 Gigabit pro Sekunde übertragen. Geschwindigkeiten, die selbst vom schnellsten WLAN-Standard (max. 1,35 Gbit/s) oder vom USB 3.0-Standard (max. 5 Gbit/s) nicht erreicht werden können. Keyssa-Gründer Eric Almgren demonstrierte dies mit dem Film „Avatar“ in Full HD, welcher auf einer Festplatte abgelegt wurde und innerhalb von fünf Sekunden auf ein Tablet übertragen werden konnte. Dazu musste er lediglich die beiden Geräte, welche mit der Kiss-Technologie ausgestattet sind, kurz aneinander halten (küssen) – ähnlich wie beim NFC-Standard. In Verbindung mit dem Qi-Wireless-Ladestandard wäre künftig gar ein kompletter Verzicht auf sämtliche Kabelports möglich. Dies würde wahrscheinlich den Designern völlig neue Türen eröffnen und den Gestaltungsspielraum beträchtlich nach oben schrauben.

Keyssas Erfolg wird vor allem vom koreanischen Elektronikriesen Samsung und dem US-Chiphersteller Intel abhängen. Die beiden Konzerne gehören nämlich zu den Investoren hinter dem Startup, es handelt sich also ganz und gar nicht nur um eine Eintagsfliege. Zudem sind mit David Lee, Erfinder der HDMI-Schnittstelle sowie Tony Fadell, dem iPod-Erfinder und Chef von Googles Tochterfirma Nest Labs, zwei bekannte Herren in das Unternehmen involviert. Die ersten Hardwarehersteller konnten in den vergangenen 16 Monaten die neue Übertragungs-Technologie bereits begutachten. Bereits im nächsten Jahr sollen die ersten Geräte mit dem neuen Kiss-Konnektor ausgestattet werden, von welchen Unternehmen diese stammen, wurde jedoch nicht kommuniziert.

Quelle: Keyssa Via: derStandard

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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