Kommen bald Smartphones mit 1 Terabyte Speicher?

Forscher der Rice University haben einen Weg gefunden RRAM-Chips kostengünstig und in Briefmarken-Grösse zu produzieren. In Zukunft könnten damit ausgestattete Smartphones einen Speicher von bis zu einem Terabyte aufweisen.

RRAM (Resistive Random-Access Memory) ist nicht etwa eine neue Technologie, sondern schon seit einigen Jahren durch Forscher entwickelt worden. Die Herstellungskosten waren bis zuletzt allerdings zu hoch, um daraus einen wirtschaftlichen Nutzen erzielen zu können. Forschern der Rice University in Texas ist es nun mit einem neuen Herstellungsprozess gelungen, deutlich kostensparender zu arbeiten. Bereits existierende Fertigungsstätten müssen nur geringfügig an die neue Fertigungsmethode angepasst werden und die Herstellung kann bei Raumtemperatur sowie bei deutlich geringerem Stromverbrauch stattfinden.

Die RRAM-Chips haben dabei nur eine Grösse von einer Briefmarke, womit sie perfekt für Smartphones und Tablets geeignet wären. Aber auch sonst sind die Vorteile der RRAM-Technologie deutlich: Zum einen ist der Energieverbrauch verglichen mit dem Flash-Speicher (NAND) deutlich geringer und die Langlebigkeit übersteigt die NAND-Technologie um das 100-fache. RRAM-Chips verfügen zudem über eine deutlich höhere Speicherdichte und sind weniger empfindlich gegenüber Hitze. Möglich gemacht wird dies durch ein poröses Silizium-Oxid, dessen Lücken mit Metallen wie Gold oder Platin gefüllt werden. Dadurch sind bis zu 9 Bits pro Zelle möglich, während bei konventionellen Speicherchips lediglich 3 Bits pro Zelle möglich sind. Die Herstellung von Modulen mit bis zu einem Terabyte Speicher soll laut den Forschern kein allzu grosses Problem mehr darstellen.

Man vermutet, dass die Technologie erst in ein bis zwei Jahren von der Produzenten genutzt wird. Dennoch darf man sich bereits jetzt schon auf das Ende aller Speicherprobleme freuen. Anbieter von Cloud-Speichern, die zuletzt regelrecht aus dem Boden schossen sowie Hersteller von microSD-Karten, müssen sich schon einmal warm anziehen, denn diese werden möglicherweise bald nicht mehr von den Kunden berücksichtigt, wenn sie ihren Smartphone-Speicher kaum voll kriegen.

Via: Engadget

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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