Kyocera zeigt Smartphone mit integrierten Solarzellen

Kyocera, ein Unternehmen aus Japan, hat im Rahmen des MWC 2016 ein solarbetriebenes Smartphone präsentiert. Die im Display integrierten Solarzellen erreichen dabei einen überdurchschnittlich hohen Wirkungsgrad.

Während klassische Handys Laufzeiten von einer Woche und mehr aufwiesen, ist bei Smartphones nach einem Tag bereits der Akku leer. Viele Nutzer setzen daher auf Powerbanks* oder Solarladegeräte*. Das japanische Unternehmen Kyocera hingegen geht einen anderen Weg und integriert direkt in das Display von Smartphones die Solarzellen. Der Vorteil daran ist, dass sich das Gerät selbst unterwegs von selbst aufladen würde und im Idealfall gar der Gebrauch von Ladegeräten überflüssig macht. Noch ist das zwar alles Wunschdenken, denn die Stromerzeugung durch Solarzellen hat noch lange nicht die Spitze erreicht. Mit der aktuellen Technik konnten die Forscher aber immerhin nach drei Minuten direkter Sonneneinstrahlung Strom für ein einminütiges Gespräch erzeugen.

Vergleicht man diesen Wert mit dem Vorjahr, so nehmen wir an dieser Stelle eine Steigerung von rund 800 Prozent wahr. Laut Kyocera soll diese Technik schon bald für den Massenmarkt geeignet sein. Auch wenn diese Werte durchaus beeindruckend sind, wage ich zu bezweifeln, dass jemand sein Smartphone den ganzen Tag in der Sonne liegen lässt. In der Hosentasche oder am Ohr findet schließlich nie eine direkte Sonneneinstrahlung statt. Dennoch könnte diese Technologie einst Leben retten, wenn man sich beispielsweise beim Wandern verlaufen hat oder einen Unfall erlitten hat und das Smartphone so auch Stunden danach noch lauffähig ist. Bis es so weit ist, will Kyocera jedoch die Effizienz der Solardisplays weiter steigern.

 

Via: Gizmag

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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