Lytro Lichtfeldkamera bald in Deutschland erhältlich

Das kalifornische Start-up-Unternehmen Lytro hat die erste kommerziell erhältliche Lichtfeldkamera entwickelt. Ab Mitte Juli sollen die Kameras dann auch bei uns in Europa in den Verkauf kommen.



Das spezielle einer Lichtfeldkamera ist die darin enthaltene Technik, welche ein Fokussieren nach der Aufnahme des Bildes ermöglicht. Dadurch können die aufgenommenen Bilder im Nachhinein am Computer scharf gestellt werden. Die Lytro-Kamera, die wohl auf den ersten Blick eher an eine eckige Taschenlampe erinnert, hat anstatt eines klassischen Objektivs, ein ganzes Netz aus winzigen Linsen für jeden Bildpunkt. Damit ist möglich, dass die gesamten Lichtinformationen eingefangen werden können und nicht nur ein bestimmter Punkt fokussiert wird, so wie dies bei herkömmlichen Kameras passiert. Daher auch der Ausdruck: Lichtfeld-Fotografie.

Lytro selbst nennt bei der Auflösung aber nicht etwa die Megapixel, sondern bezeichnet diese als 11 Megaray, was die Anzahl an erfassten Lichtstrahlen bezeichnet. In erster Linie mag diese Zahl ganz nett klingen, allerdings erhält man nach dem Export aus der Lytro nur noch Fotos mit einer Auflösung von 1.080 x 1.080 Pixel, was mickrigen 1,16 Megapixel entspricht. Dies reicht zwar aus, um Schnappschüsse auf Facebook und Co. zu posten, nicht aber für einen annehmbaren Druck. Auf dem darunter liegenden Bild könnt ihr die Funktion zudem selber mal testen, indem ihr auf verschiedene Bereiche im Bild klickt:

Auf dem 1,5 Zoll kleinen Touchscreen lassen sich die gemachten Fotos betrachten und nach Wunsch schärfen. Eine Übertragung auf den PC oder das iPhone ist aber ebenfalls möglich, um dort mithilfe der von Lytro eigens dafür entwickelten Software bzw. App den Nachschärfe-Effekt zu nutzen.

Ab dem 15. Juli 2013 landet die Lytro in Deutschland, Österreich und der Schweiz in diversen Farben in ausgewählten Fotofachhandelsgeschäften im Verkauf. Der Preis beläuft sich auf happige 479 Euro (8 GB) und 579 Euro (16 GB), während man in den USA 399 Dollar (310 Euro) für die 8 Gigabyte-Variante zahlt. Unter lytro.com/where-to-buy findet ihr ausserdem eine detaillierte Händlerübersicht.

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

Ebenfalls interessant

Hyperloop: Fährt der Superzug bald durch Europa?

Facebook Twitter Google+ Pinterest Pocket Facebook Twitter Google+ Pinterest LinkedIn Digg Del StumbleUpon Tumblr VKontakte …

Kommentar verfassen