Mechanische Uhr mit Smartwatch vereint – Kairos Watches macht’s möglich

Während vor noch nicht all zu langer Zeit Smartwatches als Spielerei angesehen wurden, gewannen sie zuletzt zunehmend an Marktanteilen hinzu. Spätestens seitdem einige davon optisch an die klassischen Armbanduhren angepasst wurden, sind sie zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz geworden. Kairos Watches geht noch einen Schritt weiter: Das Unternehmen verbindet beide Eigenschaften und stellt daraus ein Hybrid-Modell her.

Nicht etwa die Schweizer haben es erfunden, sondern ein kleines Start-up-Unternehmen aus Südkorea: Eine Smartwatch und eine konventionelle Uhr zu einer vereint. Es ist damit die erste Hybrid-Uhr, welche im Innern nach traditioneller Uhrmacherkunst tickt, aber auch über ein ganzes Arsenal an Elektronik verfügt. Im normalen Modus lässt sich die Zeit wie bei einer analogen Uhr wie gewohnt mittels Zeiger und Ziffernblatt ablesen. Das Uhrwerk stammt je nach Modell vom Schweizer Hersteller Soprod oder von Miyota aus Japan. Sobald ein Anruf oder eine Nachricht auf dem Smartphone eingeht, beginnt der Arbeitstag der kleinen elektronischen Bauteile im Innern der Uhr. Das im Uhrenglas vorhandene transparente OLED-Display wird aktiviert und meldet zugleich den Anruf oder zeigt die eingegangene Nachricht an – ganz genau so, wie man es eben von jeder Smartwatch mittlerweile kennt.

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Eine hundertprozentige Transparenz gibt es jedoch nicht. Das Display ist nur zu 40 Prozent transparent, ein weiteres Modell soll es gar auf 60 Prozent schaffen – dennoch dürfte sich die Zeit auch bei weniger Transparenz mühelos ablesen lassen. Natürlich lassen wir auch nicht die elektronische Technik darin aussen vor, denn diese macht es doch eigentlich aus, weswegen ich hier überhaupt einen Artikel schreibe. In der Uhr sorgt ein Corex-M4-Prozessor aus dem Hause ARM für den nötigen Antrieb, mit zusätzlicher Unterstützung von 512 MByte RAM. Der 180 mAh grosse Akku soll die bis zu einem Druck von 3 Bar wasserdichte Uhr zwischen 5 und 7 Tagen lang mit Energie versorgen können. Das mechanische Uhrwerk soll dabei eine Laufzeit von weiteren 42 Stunden aufweisen – sozusagen als Puffer, falls der Akku unterwegs mal ausgeht. Beim Betriebssystem steht entweder das kürzlich vorgestellte Android Wear von Google oder das hauseigene Kairos-OS zur Auswahl, welches zusätzlich zu Android- auch zu iOS-Geräten kompatibel ist.

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Klingt alles zu schön, um wahr zu sein? Zwei kleine „Haken“ konnte ich dabei feststellen. Einerseits ist die Uhr mit 16 Millimetern ziemlich dick bei einem Durchmesser von 46 Millimetern und ausserdem ist auch der Preis relativ hoch bemessen. Dieser soll nämlich noch bis zum 1. Juli zwischen 499 und 1.199 US-Dollar liegen (modellabhängig) – danach wird gar das Doppelte fällig. Der Marktstart einiger Modelle beginnt gegen Ende Jahr. Eine Smartwatch, die mir ziemlich sympathisch werden könnte, sollte sie in einer etwas dünneren Bauform auftauchen.

 Quelle: Kairos Watches

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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