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Meizu MX3: Top-Smartphone aus China vorgestellt

Für die meisten hier in Europa ist Meizu wohl kein gängiger Begriff. Der chinesische Smartphone-Hersteller will deswegen auch auf dem globalen Markt mehr an Popularität dazu gewinnen – vielleicht gelingt ihm das mit dem kürzlich vorgestellten Meizu MX3 auf der IFA in Berlin.

Mit einem Einsteiger- oder Mittelklasse-Smartphone macht man sich keinen Namen, dachten sich wohl die Zuständigen der Marketingabteilung von Meizu. Aus diesem Grund hat der chinesische Entwickler ein Gerät fabriziert, das mit den absoluten Spitzenmodellen der Global Players mithalten kann. Als Prozessor kommt daher der Exynos 5 Octa-Core SoC mit einer Taktrate von 1,6 GHz aus dem Hause Samsung zum Zuge, der für ordentliche Power sorgen soll. Allerdings handelt es sich dabei nicht um eine CPU, die auf alle acht Kerne gleichzeitig zurückgreifen kann, sondern er besteht aus zwei Quad-Core-Prozessoren, die je nach Verwendungszweck aktiviert werden können. Diese können zur Unterstützung auf 2 Gigabyte RAM zugreifen. Für Grafikanwendungen kommt der GPU PowerVR SGX 544MP3 zum Einsatz.

Etwas was es bisher noch nicht gab (nach meinem Wissensstand) ist die Grösse des Flash-Speichers von 128 Gigabyte. Zwar gab es vor kurzer Zeit eine Crowdfunding-Aktion vom Ubuntu Edge, welche diese „Lücke“ hätte schliessen können, aber dann doch am zu hohen Ziel gescheitert ist. Aber nicht nur die Grösse des internen Speicherplatzes ist ungewöhnlich, sondern auch das Bildschirmverhältnis von 15:9, was sich aus der Auflösung von 1.800 x 1.080 Pixel beim 5,1 Zoll grossen Bildschirm ergibt. Die Pixeldichte beträgt 415 ppi und die Bildschirmhelligkeit 450 cd/qm.

Auch das Gehäuse gehört wohl eher zur Kategorie nicht alltäglich. Denn dieses besteht aus einer Magnesiumlegierung mit einem Rahmen aus Edelstahl am Rand. Die Grösse beträgt 139 x 71,9 x 9,1 mm und das Gewicht 143 Gramm.

Kamera von Sony

Die Kamera auf der Rückseite bietet mit einer Auflösung von 8 Megapixel eine akzeptable Grösse. Der chinesische Hersteller Meizu setzt beim Bildsensor auf einen von Sony und spendiert ihm zusätzlich einen Autofokus sowie ein LED-Blitz für Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen. Das Objektiv, bestehend aus insgesamt fünf Linsen, hat eine maximale Blendenöffnung von f/2.0. Mit der Kamera wird es möglich sein, im Serienmodus bis zu 20 Bilder pro Sekunde zu schiessen. Auf der Frontseite wurde eine 2 Megapixel-Kamera integriert für die Videotelefonie.

 

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Das MX3 unterstützt bei den Protokollen, welche für die Datenübertragung zuständig sind, neben GSM auf den Frequenzen 850, 900 und 1.800 MHz auch UMTS auf den Frequenzen 850 und 2.100 MHz. WLAN wird nach 802.11a/b/g/n gefunkt, Bluetooth läuft in der Version 4.0 und auch ein GPS-Modul sowie ein NFC-Chip wurden darin verbaut. Auf LTE muss allerdings verzichtet werden. Der Lithium-Polymer-Akku besitzt eine Kapazität von 2.400 mAh, stammt wie die Kamera ebenfalls von Sony und soll im UMTS-Modus Gesprächszeiten von bis zu 14 Stunden garantieren. Über das WLAN soll man laut Hersteller bis zu 10 Stunden im Internet surfen können. Die Standby-Zeit liegt bei über 16 Tagen.

Android als Grundlage, Flyme als Endprodukt

Als Betriebssystem wird ein angepasstes Android 4.2 verwendet, welches auf dem MX3 unter dem Namen Flyme 3.0 laufen wird. Damit passt sich die Tastenbelegung in der Button-Leiste jeweils abhängig von der App spezifisch an. In der Musik-App beispielsweise werden diverse Audio-Bedienelemente angezeigt und auf dem Homescreen finden sich verschiedene Verknüpfungen zur Telefon- und Message-Funktion sowie zum Browser.

Erscheinungstermin für Deutschland noch unklar

Preislich sieht das Smartphone ebenfalls interessant aus, denn die 16 GB-Version kostet umgerechnet 310 Euro, die 32 GB-Variante wird für 335 Euro angeboten und das Modell inklusive 64 GB internem Speicher kostet rund 384 Euro. Für das aussergewöhnliche und monströse 128-GB-Modell müssen 495 Euro berappt werden. Das Meizu MX3 steht derzeit in China im Verkauf. Ob es früher oder später auch in Europa, insbesondere Deutschland, Österreich und der Schweiz eine Markteinführung geben wird, steht derzeit noch offen – denkbar wäre es aber auf jeden Fall.

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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