Microsoft verabschiedet sich endgültig von Android

Der Microsoft-Konzern ist aktuell eifrig dabei, die halbe Firma auf den Kopf zu stellen und diverse Umstrukturierungsmassnahmen zu tätigen. Erst kürzlich wurden weltweit 18.000 Stellen gestrichen und die Schliessung des Xbox Entertainment Studios bestätigt. Ausserdem wurde bekannt, dass auch Nokias Android-Pläne komplett eingestampft werden.

So gut wie jeder siebte Mitarbeiter von Microsoft muss seine Koffer packen und den Konzern verlassen. Der US-Konzern aus Redmond gab gestern bekannt, dass innerhalb von einem Jahr 18.000 Stellen gestrichen werden. Dies ist der grösste Jobabbau in der bald 40-jährigen Firmengeschichte.

Vor allem die im letzten Jahr übernommene Smartphone-Sparte von Nokia wird es besonders hart treffen. Beim finnischen Ableger werden insgesamt 12.500 Arbeitsplätze in der Verwaltung sowie den Fabriken gestrichen. Die von Nokia ins Leben gerufenen Android-Pläne werden damit ebenfalls endgültig eingestampft. Aktuell gibt es vier Nokia-Smartphones mit Android: X, X+, X XL sowie das neue X2. Alle Geräte besitzen eine ähnliche Hardware aus dem Einsteigerbereich und verfügen über eine optisch sehr stark angepasste Android-Version. Auch auf die Einbindung von Google-Diensten hat man bei der Erstellung der Handys komplett verzichtet. Den Sinn von den Nokia X-Geräten habe ich persönlich nie richtig verstanden. Besser wäre wohl gewesen, wenn Nokia ein Mittelklasse- oder High-End-Gerät mit Android entwickelt hätte, denn auch wenn sich Windows Phone zuletzt stark verbesserte, wirkt es auf manch einen Nutzer noch immer abschreckend. Auch die S40-Feature-Phones sowie die Asha-Serie möchte anscheinend Microsoft aufgeben und stattdessen Windows-Phone-Smartphones den Kunden anbieten.

Zuletzt werden auch noch die Xbox Entertainment Studios geschlossen, welche hauptsächlich für die Produktion von Film- und TV-Inhalten zuständig waren. Die 175 dort angestellten Mitarbeiter dürfen sich also  auf die Suche nach einer neuen Stelle machen. Die Gesamtkosten der Stellenstreichungen sollen laut Microsoft zwischen 1,1 und 1,6 Milliarden US-Dollar betragen.

Quelle: Engadget, Gamesindustry

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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