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Motorola Project Ara – Kommt nun bald das erste Baukasten-Smartphone?

Ein neuer Akku, eine neue Kamera oder ein besserer Prozessor gefälligst? Die Google-Tochter Motorola ist drauf und dran ein Baukasten-Telefon zu entwickeln – in Zusammenarbeit mit Phonebloks-Macher Dave Hakkens.



Der Handy-Pionier Motorola hat sich zum Ziel gesetzt, mit dem „Project Ara“ eine offene Hardwareplattform für modulare Smartphones zu entwickeln. Motorola sieht dabei auch eine Beteiligung von Drittherstellern vor, welche die verschiedensten Komponenten liefern können für die individuellen Geräte. Ist man nun also stolzer Besitzer eines Endoskeletts (Grundgerüst) besteht die Möglichkeit, sich ein Hardware-Upgrade von den jeweiligen Herstellern zu kaufen. Mehr Arbeitsspeicher, eine bessere CPU oder auch ein hochauflöserendes Display wären möglich, ohne dass man gleich zu einem neuen Handy greifen muss.

„Was Android bei der Software erreicht hat, wollen wir bei der Hardware schaffen“

Gut möglich, dass Motorola in Zukunft zu einer dominierenden Kraft aufsteigen wird, so wie es das Open Source Betriebssystem Android vorgemacht hat. Bereits 2011 hatte sich Google rund 100 Patente für über drei Millionen Euro vom israelischen Unternehmen Modu zusichern lassen. Modu entwickelte bereits 2008 ein Steck-Phone-Konzept – scheiterte jedoch bei der Umsetzung.

Erinnert sich möglicherweise noch jemand an den niederländischen Designer Dave Hakkens und sein Phonebloks-Konzept? Mit diesem und der Entwickler-Community arbeitet die Google-Tochter nämlich seit geraumer Zeit am ambitionierten Projekt zusammen.

„Wir haben die grundlegende technische Arbeit geleistet, Dave wiederum hat eine Community geschaffen.“

Das Phonebloks-Konzept entstand nur, weil damals der Linsenmotor von Hakkens Lieblingskamera versagte und der Hersteller ihm zum Kauf einer neuen Kamera riet. Dies, obwohl die restlichen Teile noch einwandfrei funktionierten. „Bei einem Fahrrad reparieren wir auch nur den Reifen und werfen nicht gleich das Fahrrad weg“, so Hakkens gegenüber der BBC. „Aus irgendeinem Grund machen wir dies aber mit der Elektronik.“ Über die Crowdspeaking-Plattform Thunderclap konnte Hakkens bisher knapp eine Million Unterstützer für sich gewinnen.

Derzeit lädt das Team vom Projekt Ara „Ara-Scouts“ ein, welche ihre Ideen und Wünsche in das Projekt mit einbringen können. In wenigen Monaten sollen die Entwickler dazu aufgefordert werden, erste Module für das Endoskelett zu entwickeln. Eine Alpha-Version vom Module Developer’s Kit (MDK) soll noch in diesem Winter erscheinen.

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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