Phonebloks: Smartphone zum Selberbasteln

Ein niederländischer Designer sorgte mit seiner Idee für Aufsehen im Netz. Möglicherweise handelt es sich dabei gar um die zukünftigen Smartphones, welche dem Nutzer erlauben, diese nach seinen individuellen Bedürfnissen zusammenzusetzen.



Jede Woche wird mindestens ein Smartphone der Öffentlichkeit vorgestellt oder durch Leaks schmackhaft gemacht. Und doch besitzen einzelne Nutzer ihr Handy über mehrere Jahre hinweg, bis ein neues fällig wird. Meist wird das alte Telefon dann weggeworfen, weil es entweder nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspricht oder die Leistung vom nicht ausbaubaren Akku stark nachgelassen hat. Dies verursacht nicht nur hohe Kosten beim Besitzer, sondern auch eine Menge an Abfällen, die der Umwelt wohl mehrheitlich schaden werden. Dave Hakkens, ein niederländischer Designer, hat dazu nun eine Lösung präsentiert, bei der dem einen oder anderen wohl die Augäpfel aus den Augenhöhlen springen werden: ein Smartphone, welches sich aus verschiedenen Modulen zusammensetzt. Jedes einzelne Modul soll sich nach dem Lego-Prinzip leicht austauschen und individuell anpassen lassen. Geht also beispielsweise der Akku kaputt oder man ist mit der aktuellen Kapazität nicht mehr zufrieden, so ersetzt man diesen. Ist man mit der 5-Megapixel-Kamera nicht mehr zufrieden, so lässt sich auch diese problemlos gegen eine Neue austauschen, ohne dass man sich gleich ein neues Smartphone leisten muss. Dies wiederum hat ebenfalls einen positiven Effekt auf die Umwelt: Denn die Herstellung eines neuen kompletten Handys kostet deutlich mehr Energie, als wenn man nur jeweils einzelne Komponenten produzieren muss. Allerdings wird ein solches Konzept auch Einnahmenseinbussen bei den Smartphone-Herstellern nach sich ziehen. Wer weiss ob ein solcher Entwurf wirklich jemals den Weg auf den Markt finden wird, geht es bei den Unternehmen doch immer mehr um das Geld – ein neues Smartphone bringt da logischerweise mehr ein, als nur ein einzelnes Bauteil.

Jedenfalls ist Dave Hakkens drauf und dran mit einer riesigen Social-Media-Welle auf seine Idee aufmerksam zu machen, um zu sehen, ob eine Nachfrage überhaupt besteht. Innerhalb der letzten 5 Tage, haben bereits über 10 Millionen Leute das Youtube-Video dazu gesehen und auch auf der Webseite thunderclap.it hat er die Anzahl an Unterstützer bereits übertroffen.

Quelle: phonebloks.com

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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