Project Ara: Google kündigt Entwicklerkonferenz an, modulares Smartphone kommt 2015

Das Project Ara kommt so langsam ins Rollen: Google hat für Mitte April eine Entwicklerkonferenz für das revolutionäre Baukasten-Telefon angekündigt. Bereits nächstes Jahr sollen die ersten modularen Smartphones verkaufsbereit sein.

Wie ihr ja wisst, blieb das Project Ara in den Händen von Google, als das kränkelnde Motorola an den weltgrössten Computerhersteller Lenovo verkauft wurde. Seither scheint sich ordentlich was getan zu haben, denn Google hat nun eine Entwicklerkonferenz angekündigt, welche zwischen dem 15. und 16. April stattfinden soll. Während PC’s schon lange selbst konfigurierbar sind, waren Smartphones und Tablets bis heute vollständig proprietär. Mit dem Project Ara soll sich das nun ändern. Das könnte nicht nur unserem Geldbeutel zuliebe kommen, sondern auch unserer Umwelt, durch den geringer werdenden Abfall. Schwer vorstellbar für jemanden, der davon vielleicht noch nie etwas gehört hat. Das Smartphone aus dem Project Ara besteht aus einem Endoskelett (Grundgerüst), welches man mit verschiedenen Modulen wie Arbeitsspeicher, Prozessor oder auch dem Display bestücken kann. Vorteilhaft daran ist, dass nicht gleich das ganze Telefon ausgewechselt werden muss, sollte mal etwas kaputt gegangen sein. So spart man sich nicht nur Kosten, sondern generiert gleichzeitig auch weniger Müll.

Dass dies aber alles andere als einfach umzusetzen ist, dürfte jedem klar sein, denn sonst wären solche Smartphones bestimmt schon auf dem Markt. Dennoch hat Google zur ersten Entwicklerkonferenz gerufen, um dem Projekt einen weiteren Schub zu verleihen. Dort wird Google nicht nur Informationen über das Project Ara herausgeben, sondern auch erste Entwickler-Kits (Ara Development Kit) zeigen. Wer an die Konferenz will, muss zahlen: 25 US-Dollar sind es für Studenten, alle anderen zahlen 100 US-Dollar für den Eintritt und die Verpflegung.

Bereits jetzt soll es erste Prototypen geben, welche allerdings nur aus einem Rahmen, dem WLAN-Modul sowie einem Notfallakku bestehen. Der Preis für das Grundgerüst? 50 US-Dollar. Geld, welches auch kleinere Firmen auftreiben können, um so ihre eigenen Geräte zu entwickeln. Bereits nächstes Jahr im ersten Quartal, werden wir laut Google die ersten Modelle auf den Markt kommen.

Quellen: Project Ara, Time

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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