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Project Ara: Google zeigt neue Informationen zum Smartphone-Baukasten

Das Project Ara von Google nimmt langsam aber sicher gewaltige Formen an: Der Internet-Konzern hat heute ein ausführliches Dokument mit den Entwickler-Richtlinien für das modulare Smartphone veröffentlicht.

Beim Heute veröffentlichten Module Developers Kit (MDK) kann man sich bereits jetzt einen Einblick gewähren, was uns beim ambitionierten Project Ara von Google erwarten wird. Auf 81 Seiten steht genauestens beschrieben, worauf Entwickler bei der Erstellung der verschiedenen Module für das Endoskelett (Grundgerüst) alles beachten müssen. In erster Linie geht es Google hauptsächlich darum, ein erstes Feedback von den Entwicklern zu hören, um dann am Ende des Jahres die finale Version des MDK zu veröffentlichen.

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Project Ara gibt es in drei verschiedenen Grössen

Aus dem Dokument geht zudem hervor, dass das Endoskelett in drei verschiedenen Grössen verfügbar sein wird. Ob die Veröffentlichung der grössten Variante aber wirklich stattfinden wird, steht bisher noch in den Sternen. Je nach Grösse können unterschiedlich viele Module auf der Vorder- und Rückseite verbaut werden. Der kleinste Block davon misst 20 x 20 Millimeter, der Grösste wiederum 43 x 43 Millimeter – dazu kommt noch ein weiteres Modul in der Grösse von 20 x 43 Millimeter. Daraus lässt sich schliessen, dass das kleinste Modell etwa 115 x 46 Millimeter, das Mittlere 135 x 66 Millimeter und das Grösste der drei, rund 155 x 86 Millimeter misst. Mit diesen Vorgaben von Google wird verhindert, dass Module über die Seitenkanten herausragen. Die oberen und unteren Kanten dürfen jedoch überschritten werden, was Raum für Zusatzmodule wie einem grösseren Kameramodul oder wie Google als Beispiel nimmt, ein Messgerät zur Bestimmung des Sauerstoffgehaltes im Blut.

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Interessant sind zudem weitere Vorgaben, dass eine flache, glatte und abgerundete Form bei der Modulerstellung berücksichtigt werden muss. Ausserdem dürfen die stützenden Verstrebungen (Endo Ribs) auf der Rückseite nur ein Mal ein Kreuz bilden. Das komplette Smartphone muss zudem einen Sturz aus 1,2 Metern schadlos überstehen und ausreichend gegen Kondenswasser geschützt sein, welches vor allem in feuchten Regionen auftreten kann.

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Sobald das modulare Smartphone auf dem Markt ist, wird ein Meilenstein gelegt sein. Wie man sieht, handelt es sich dabei nicht mehr nur um eine Idee mit einem nicht funktionstüchtigen Prototypen, sondern um ein ausgereiftes Projekt, das auf dem besten Weg ist, viele von uns zu begeistern. Dank Crowdfunding-Seiten wie Kickstarter, werden bei der Erstellung von Modulen nahezu keine Grenzen gesetzt. Auch den Nutzern bleibt es damit endlich selbst überlassen, ob sie den Fokus lieber auf eine lange Akkulaufzeit legen, auf viel Speicher oder mehr Leistung. Ich bin auf jeden Fall schon richtig gespannt darauf, wie sich das Project Ara in Zukunft weiter entwickeln wird. Vielleicht können wir ja bereits im nächsten Jahr die ersten modularen Smartphones kaufen – dieses Jahr jedoch wird es damit definitiv nichts werden.

Quelle: Google

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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