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Project Natick: Microsoft versenkt Rechenzentrum im Meer

Der weltweit größte Software-Hersteller Microsoft hat bereits 2015 ein Experiment gestartet, bei dem ein komplettes Rechenzentrum im Meer versenkt wurde. Dadurch soll nicht nur Energie gespart werden, sondern die Daten auch schneller zum Nutzer geliefert werden.

Datenzentren benötigen Strom – sehr viel Strom. Um dem immer höher werdenden Energie-Verbrauch entgegenzutreten, müssen also neue Ideen her. Bereits 2013 erstellte Microsoft erste Pläne für ein Datenzentrum, das unter Wasser betrieben werden soll. 2015 folgte dann das erste Experiment, das auf den Namen „Project Natick“ getauft wurde. Microsoft packte dabei ein komplettes Serverrack in eine mit Stickstoff gefüllte Stahlkapsel und versenkte diese anschließend vor der Küste Kaliforniens im Wasser. Rund vier Monate lang verweilten die Server in einer Tiefe von etwa 10 Metern und arbeiteten ohne Probleme vor sich hin.

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Wie Microsoft mitteilt, gibt es bei dieser Konstruktion enorme Vorteile. Da rund die Hälfte der Menschheit in Küstennähe lebt, werden die Daten beispielsweise deutlich schneller zu den jeweiligen Nutzern geliefert. Außerdem dient das Meer als Kühlkörper, wodurch eine Menge Energie, die normalerweise für die Kühlung der Server benötigt wird, eingespart werden könne. Dies hat nicht nur Ersparnisse bei den Kosten zur Folge, sondern schont gleichzeitig auch die Umwelt. Umweltschonend soll übrigens auch die Energieversorgung für den Betrieb sein. So plant Microsoft unter anderem, den Strom aus der Energie der Meereswellen – Stichwort: Wellenkraftwerk – zu erzeugen. Ob dies auch tatsächlich funktioniert, will Microsoft wahrscheinlich im nächsten Jahr mit einem zweiten Experiment testen.

Eine Kapsel soll laut Microsoft rund 20 Jahre lang halten, wobei der Konzern einen kompletten Hardwareaustausch alle fünf Jahre vorsieht. Um einen Ausfall oder die Wahrscheinlichkeit eines defekten Hardwareteils auf ein sehr geringes Minimum zu senken, sollen möglichst ausfallsichere Rechner, Festplatten und weitere Komponenten zum Einsatz kommen. Eigentlich fast schon erstaunlich, dass Microsoft uns diese Pläne nicht schon früher gezeigt hat.

Quelle: Microsoft

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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