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Project Skybender: Google testet 5G-Internet mit Solardrohnen

Google will künftig möglicherweise Highspeed-Internet per Drohne anbieten. Laut der britischen Zeitung TheGuardian laufen derzeit Experimente für das (geheime) Projekt mit dem Codenamen „SkyBender“.

Im April 2014 hat Google den Drohnen-Hersteller Titan Aerospace übernommen. Nun kristallisiert sich langsam heraus, wofür Google die solarbetriebenen Drohnen überhaupt brauchen will. Project SkyBender lautet das Stichwort – hierbei handelt es sich um ein Geheimprojekt von Google, bei dem die Drohnen offenbar schnelles 5G-Internet an jeden beliebigen Punkt auf der Erde liefern können. Der Zukunfts-Standard 5G ermöglicht gegenüber dem heutigen 4G (LTE) in der Theorie die bis zu 40-fache Übertragungsgeschwindigkeit.

Als Testplattform hat Google den rund 1.400 Quadratmeter großen Weltraumbahnhof Spaceport America in New Mexico ausgewählt. Dort werden nicht nur die unbemannten Fluggeräte erprobt, sondern auch die bestmögliche Übertragungsfrequenz ermittelt. Das übliche 5G-Signal hat nämlich nur rund ein Zehntel der Reichweite von 4G. Google nutzt zur Datenübertragung Millimeterwellen im 28-Gigahertz-Bereich.

Zudem müsse Google mit sogenannten Phased-Array-Antennen experimentieren, die das Signal gebündelt und zielgerichtet senden können. Wie der Elektrotechnik-Professor Jaques Rudell von der Uni Seattle gegenüber dem Guardian verrät, sei dies enorm schwierig zu bewerkstelligen und außerdem werde viel Energie für diesen Vorgang benötigt. Die Testflüge sollen mit sogenannten Optionally Piloted Vehicle (OPV) von Centaur sowie eigenen Solardrohnen durchgeführt werden. Die Drohnen von Aerospace Titan sind für Flughöhen in rund 20 Kilometern Höhe konzipiert und würden dort der allgemeinen Luftfahrt nicht in die Quere kommen.

Quelle: TheGuardian

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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