google-project-wing

Project Wing: Auch Google testet Warenversand per Drohne

Nach Amazon und DHL, will nun auch Google in die Lüfte steigen und den Versand von Waren durch Drohnen ermöglichen. Erste Tests des bisher geheimen Forschungsprojekts „Project Wing“ verliefen äusserst erfolgreich.

Zwei Jahre ist Google laut eigenen Angaben bereits mit dem Forschungsprojekt „Project Wing“ beschäftigt, welches die Warenzustellung in abgelegenen oder vom Verkehrschaos betroffenen Gebieten beschleunigen soll. Langfristig gesehen hat sich Google ein äusserst gewagtes Ziel gesetzt: Man wolle Produkte innerhalb von wenigen Minuten an nahezu jede Person auf dieser Welt liefern können. Wie Google X-CEO Astro Teller mitteilt, sei die experimentelle Phase nun abgeschlossen und auch die Konstruierung eines solchen Systemes sei möglich. In einem Test im australischen Bundesstaat Queensland wurden beispielsweise zwei Farmen mit Wasser, Hundefutter und Impfstoffen für Rinder beliefert. Die maximale Nutzlast von 2 Kilo, welche die „Project Wing“-Drohne transportieren kann, ist zwar nicht sonderlich viel, für den Transport von Blutproben, Medikamenten und ähnlichen Hilfsgütern reicht dies aber allemal. In erster Linie ist das Drohnen-basierte Liefersystem also hauptsächlich für Gebiete gedacht, in denen es während Regenzeiten keine befahrbaren Strassen gibt oder auch sonst keine Transportmöglichkeiten vorhanden sind. Aber auch in Metropolen wie Chicago, Peking oder São Paulo, in denen man zum Teil aufgrund massiver Verkehrsüberlastung mehrere Stunden benötigt, um eine Entfernung von 10 Kilometern zurückzulegen, wäre ein solcher Einsatz von Drohnen denkbar.

Die Drohne selbst steigt senkrecht in die Lüfte und geht danach in den Horizontalflug über. Richtig interessant wird es jedoch beim Zustellungs-Prinzip, denn während der Entwicklung hat das „Project Wing“-Team herausgefunden, dass eine Landung einerseits Zeit kosten würde und andererseits auch gefährlich werden kann, wenn man mit den Rotorenblättern in Berührung kommt. Aus diesem Grund erfolgt die Anlieferung aus der Luft, wobei das zu liefernde Produkt per Seilwinde zum Kunden herabgelassen wird. Auch der Abwurf der Fracht per Fallschirm wurde getestet, diese Lieferart hat sich allerdings als zu ungenau herausgestellt.

Obwohl das Projekt schon weit fortgeschritten ist, verrät Astro Teller, dass man noch Jahre vom finalen Produkt entfernt sei. Für mich scheint dies dennoch ein äusserst realistisches Projekt zu sein, was zu allem hin auch noch spannend ist!

Quelle: BerlinerZeitung

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

Ebenfalls interessant

world-drone-prix

World Drone Prix: In Dubai kämpfen Drohnen-Piloten um 1 Million Dollar

Facebook Twitter Google+ Pinterest Pocket Facebook Twitter Google+ Pinterest LinkedIn Digg Del StumbleUpon Tumblr VKontakte …

Kommentar verfassen