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Qualcomm: Toq Smartwatch mit Mirasol-Display

Derzeit findet in Berlin die IFA 2013 statt, bei welcher allerhand neuer Technik-Trends vorgestellt werden. Neben Smartphones, Tablets, TV- und Haushaltsgeräten sind die Smartwatches auch ein zentrales Thema der Messe. Im Zuge dessen hat Qualcomm eine Toq Smartwatch mit Mirasol-Display präsentiert, die als direkter Konkurrent zur Samsung Galaxy Watch angesehen werden kann.

Wir leben in einem Zeitalter, in dem Smartphones, Tablets und Smartglasses einen immer größeren Platz in unserem Alltag einnehmen. Diese digitalen Alleskönner sollen altbekannte Dinge wie Terminplaner, Messaging, Kamera, Apps und noch vieles mehr in einem Gerät vereinen. Doch auch die gute alte Armbanduhr scheint bald der Vergangenheit anzugehören, denn auf der IFA wurden Smartwatches präsentiert, die viel mehr bieten sollen, als lediglich die Uhrzeit anzuzeigen. So auch die Toq Gear von Qualcomm, welche als direkter Konkurrent zur Galaxy Gear von Samsung angesehen werden kann.

Doch nicht nur Chiphersteller

Qualcomm ist nach Samsung und Intel der drittgrößte Chiphersteller der Welt. Doch dass das kalifornische Unternehmen mehr kann, als nur hervorragende Prozessoren zu produzieren, zeigt sich nun mit der Toq Gear. Die Smartwatch ist als Zweitdisplay für ein Smartphone konzipiert und verfügt über ein Mirasol-Display, welches ein besonders stromsparendes Mikro-Elektro-Mechanisches System (MEMS) für die Anzeige von Bildern verwendet. Im Gegensatz zu hintergrundbeleuchteten Displays sollen die reflektierenden Mirasol-Displays besonders wenig Leistung aufnehmen und auch besonders gut im Sonnenlicht noch lesbar sein. Außerdem wurden noch viele kleine IMOD-Elemente verbaut, die aus zwei Platten bestehen. Dazu gibt es oben noch eine Glasplatte, die Licht durchlässt, und unten eine Reflexionsschicht. Durch den Abstand dieser beiden Platten wird die Farbe des IMOD-Elements bestimmt. Laut dem Hersteller soll so nahezu kaum Leistung aufgenommen werden, solange das Display keine neuen Informationen anzeigen muss.

Akku mit viel Power

Mittels WiPower LE kann die Qualcomm-Uhr drahtlos geladen werden. Zudem unterstützt die Smartwatch auch Bluetooth, dadurch kann beispielsweise Stereoton über Lautsprecher wiedergegeben werden. Neben dem smarten zeitgemäßen Design und der Funktionalität ist natürlich auch der Akku und dessen Leistung von großer Bedeutung. Dieser wurde im Armband in der Nähe der Schnalle verbaut, doch obwohl das Farbdisplay immer an ist, soll eine Akkuladung der kleinen Uhr mehrere Tage durchhalten. Laut Qualcomm sogar je nach Nutzung drei bis fünf Tage – im Vergleich dazu: Die Samsung Galaxy Gear macht bereits nach zehn Stunden schlapp. Dadurch, dass der Akku weniger oft geladen werden muss, als beim koreanischen Kontrahenten, verzichtet Qualcomm bei seiner Smartwatch auf einen Ein- und Ausschalter des Displays.

Kleiner Alleskönner

Die meisten von uns kennen kennen bestimmt die James-Bond-Filme und haben so auch die dort zum Einsatz kommenden Uhren gesehen. Auch wenn die Toq von Qualcomm nicht über Laserstrahlen oder einen Fernzünder verfügt, geschweige denn über eine Motorsäge, so erweist sie sich doch als nützlicher Helfer im Alltag. Mit der Smartwatch soll der Nutzer Anrufe, SMS, Terminerinnerungen und andere Benachrichtigungen bequem am Handgelenk verwalten können. Die Kalifornier möchten ihre Uhr im Laufe der Zeit mit Softwareupdates um neue Funktionen erweitern. So soll später eine Anbindung an die 2net-Plattform der Tochter Qualcomm Life geplant sein. Weiterhin plant Qualcomm eine „Premium Audio Edition“ auf den Markt zu bringen, die mit einem drahtlosen Stereokopfhörer kombiniert wird, welcher außerhalb des Hörkanals sitzt. So soll die Kombination mit einem hohen Tragekomfort – und ohne zu stören – den ganzen Tag über getragen werden können.

Preis und Erscheinungstermin

Der kalifornische Konzern will die Toq in einer limitierten Anzahl selbst über die Tochter-Firma, Qualcomm Connected Experiences, vermarkten. Die Smartwatch ist ein Versuch von Qualcomm endlich aus dem Image des reinen CPU-Herstellers auszubrechen – so hofft das Unternehmen künftig mit Geräteherstellern zusammenzuarbeiten, um gemeinsam neue Produkte im Bereich Wearable-Computing auf den Markt zu bringen. Die Qualcomm Toq soll mit Android ab Version 4.0.3 kompatibel sein. Allerdings ist noch unklar, wann die Toq erhältlich sein wird, da Qualcomm sich nicht zu einem konkreten Erscheinungsdatum geäußert hat. Es ist jedoch geplant, die Uhr im vierten Quartal des Jahres zu veröffentlichen. Auch über den Preis schwieg sich der Hersteller aus. Sobald es neue Details zur Toq Smartwatch gibt, werden euch eure TechnologieJunkies darüber informieren.

 

Über Nicole Winkler

Nicole ist eine der Mitgründerin von TechnologieJunkies. Heimliche Leseratte und Liebhaberin guter Filme und Serien. Mag Animes, Sushi und ist Fan der Kassel Huskies. Interessiert sich für das Gaming und allerlei technische Spielereien. Ursprünglich a bayrisches Madl, lebt und bloggt nun jedoch im schönen Kassel.

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