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Samsung Galaxy Gear: Smartwatch offiziell vorgestellt

Samsung hat wie angekündigt seine eigene Smartwatch anlässlich der IFA 2013 vorgestellt. Allerdings ist die Uhr nur mit wenigen Galaxy-Smartphones kompatibel, Besitzer anderer Smartphones werden in die Röhre schauen.

Der südkoreanische Konzern hat mit der Galaxy Gear seine eigene Smartwatch gezeigt. Bereits im Vorfeld waren Gerüchte aufgetaucht, die eine Präsentation bei der diesjährigen Internationalen Funkausstellung prophezeiten. Ende August bestätigte Samsung dann offiziell eine Veröffentlichung auf der IFA. Nun war es so weit und der Hersteller stellte die Galaxy Gear in einem Unpacked Event der Öffentlichkeit vor. Ebenfalls im Vorfeld gab es Spekulationen zu den technischen Spezifikationen der Smartwatch, die sich nun bestätigt haben.

Ausstattung

Samsungs Galaxy Gear verfügt über ein 3 x 3 cm großes AMOLED-Touch-Display mit einer Diagonalen von 1,63 Zoll und einer Auflösung von 320 x 320 Pixeln. Im Inneren wurde ein Dual-Core-Prozessor verbaut, der mit 800 MHz taktet. Der Arbeitsspeicher ist 512 MByte groß und der Nutzer kann auf 4 GByte Flash-Speicher zurückgreifen. Im Gegensatz zur Toq von Qualcomm besitzt die Samsung-Uhr sogar eine 1,9 Megapixel-Kamera, welche sich im Armband befindet, und über einen BSI-Sensor sowie Autofokus verfügt. Ferner lassen sich mit der Kamera Videos im HD-Format (720p) aufzeichnen. Beim Akku wurde auf einen Standard-Lithium-Ionen-Akku mit 315 mAh gesetzt. Auch wenn die Uhr noch kein flexibles Display hat, deutete Samsungs Vizepräsidentin Young-hee Lee derartige Geräte für die Zukunft an. Die Größe der Uhr beträgt 36,8 x 56,6 x 11,1 mm und das Gewicht 73,8 Gramm.

Armbanduhr mit Kamera-Funktion

Die Reaktionen auf die eingebaute Kamera der Galaxy Gear von Samsung werden wohl sehr unterschiedlich sein, da sich dieses Feature sowohl als Segen als auch als Fluch entpuppen wird. Natürlich ist es auf der einen Seite sehr praktisch, wenn man nicht mehr sein Smartphone aus der Tasche holen muss, um Schnapschüsse zu machen. Doch genau dieses Feature wird wohl bei den Datenschützern die Alarmglocken läuten lassen. Bereits bei der Datenbrille von Google, Google Glass, wurde bemängelt, dass sich so noch viel einfacher – und vor allem noch unauffälliger – Fotos von anderen Personen schießen lassen.

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Nicht mit allen Samsung-Geräten kompatibel

Die Smartwatch von Samsung lässt sich mittels Bluetooth 4.0 mit einem Smartphone verbinden. Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt, denn es werden ausschließlich Samsung-Geräte unterstützt. Zur Markteinführung wird die Galaxy Gear lediglich mit dem neu erscheinenden Galaxy Note 3 und dem Galaxy Note 10.1 kompatibel sein. Das Galaxy S4 wird mit einem Softwareupdate folgen. Erst im Oktober 2013 soll die Uhr auch mit dem Galaxy S3 und dem Galaxy Note 2 zusammenarbeiten können. Eine Unterstützung mit den vielen anderen Galaxy-Modellen wird es wohl nicht geben.

Nur Uhr ablesen war gestern

Ist die Samsung-Uhr mit einem mobilen Gerät verbunden, kann der Nutzer bequem am Handgelenk E-Mails abrufen, SMS lesen und weitere Smartphone-Funktionen steuern. Auch kann man mithilfe der Smartwatch telefonieren, da sowohl ankommende Anrufe entgegengenommen als auch selbst Anrufe getätigt werden können. Weiterhin sind bereits einige Apps auf der Galaxy Gear vorinstalliert, um die üblichen Aufgaben eines Smartphones damit erledigen zu können. Dass die ganzen netten Spielereien der Samsung Galaxy Gear nicht von ungefähr kommen und somit auch einiges an Akkuleistung ziehen, sollte wohl niemanden überraschen. So soll die Uhr mit einer Akkuladung gerade einmal 25+ Stunden verwendet werden können, eher der Akku wieder aufgeladen werden muss. Die im Vergleich zu einer herkömmlichen Armbanduhr extrem kurze Akkulaufzeit ist natürlich sehr ärgerlich. Denn wer möchte seine Uhr schon jeden oder jeden zweiten Tag aufladen müssen? Der Qualcomm-Konkurrent hält im Gegensatz zum Samsung-Produkt mit einer Akkuladung immerhin drei bis fünf Tage durch.

Neuer Spicker?

Die im Armband integrierte Kamera der Galaxy Gear ruft wohl nicht nur Datenschützer auf den Plan, sondern wird vermutlich auch in beispielsweise Schulen nicht gerade ein gern gesehener Gast sei – ermöglich doch die Uhr völlig neue Möglichkeiten des Betrügens bei Schul-Arbeiten und Klausuren. So könnte der Schüler unauffällig ein Foto der Aufgabenstellung machen und diese einem Freund senden, welcher wiederum die Lösungen dann zurückschickt. Wenn man die Uhr von Samsung als neue Spick-Methode ansieht, wird es künftig vor Klausuren wohl heißen, dass sowohl Handys als auch Smartwatches vor Klausuren abgegeben werden müssen. 😉

Erscheinungstermin und Preis

Voraussichtlich wird die Galaxy Gear von Samsung zeitgleich mit dem Galaxy Note 3 am 25. September 2013 in 140 Ländern in den Handel kommen. Der Preis für die Smartwatch wird 299 Euro betragen. Zur Markteinführung wird die digitale Uhr in sechs verschiedenen Farben erhältlich sein.

 

[UPDATE 01.10.2013]:

Bei einigen Onlinehändlern ist die Samsung Galaxy Gear nun vorrätig, weitere Händler kündigen eine Verfügbarkeit für die kommenden Tage an. Der Listenpreis von knappen 300 Euro hat sich bestätigt. Bei vereinzelten Händlern kann die Smartwatch derzeit für rund 280 Euro ergattert werden.

 

 

Über Nicole Winkler

Nicole ist eine der Mitgründerin von TechnologieJunkies. Heimliche Leseratte und Liebhaberin guter Filme und Serien. Mag Animes, Sushi und ist Fan der Kassel Huskies. Interessiert sich für das Gaming und allerlei technische Spielereien. Ursprünglich a bayrisches Madl, lebt und bloggt nun jedoch im schönen Kassel.

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