Skype – Probleme durch Änderung der API?

Skype ist das wohl meist genutzte VoIP-Telefonieprogramm. Wie Microsoft nun mitteilte, hat der Redmonder Konzern vor, die Desktop-API zu ändern, da diese mit ihren mittlerweile 9 Jahren einfach nicht mehr auf dem Stand der Dinge ist.

Die Freeware-Software Skype ermöglicht das kostenlose Telefonieren zwischen Skype-Kunden via Internet. Weiterhin beinhaltet das Programm auch Instant-Messaging, Dateiübertragung und Videotelefonie. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Skype nicht ausschließlich mehr auf Desktop-PCs genutzt wird, sondern auch immer mehr Einzug auf Smartphones und Tablets erhält. Wie Microsoft nun bekannt gab, plant das US-amerikanische Unternehmen, welches den Dienst 2011 aufgekauft hat, nächsten Monat die Skype-Desktop-API zu ändern. Da mit der Desktop-API Programme Dritter auf die Funktion von Skype zugreifen können ist dieser Schritt wichtig. Ein klassisches Beispiel sind Headsets, die mit speziellen Tasten für das Annehmen oder Pausieren von Skype-Gesprächen ausgestattet sind. Die jetzige API existiert seit 2004, also zu einer Zeit, in der Smartphones den Markt noch nicht so dominierten wie sie es heute tun. Mit der Neuentwicklung der Programmierschnittstelle werden diese den Anforderungen von Smartphones und Tablets gerecht. Diese Lösung soll neben einer besseren Audio- und Videoqualität auch eine verbesserte Akkulaufzeit gewährleisten. Im Umkehrschluss bedeutet die Änderung allerdings auch, dass es zu Problemen mit der Software von Drittanbietern kommen könnte, wenn diese nicht ebenfalls ihre Anwendungen auf die neue Schnittstelle umstellen werden.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch nicht bekannt, ob Microsoft dies für Entwickler kostenlos anbieten oder es zu Lizenzvergaben kommen wird. Auch ist noch nicht klar, welche Geräte und Software von der Umstellung betroffen sein werden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass Microsoft eine gewisse Abwärtskompatibilität einhalten wird, was bei einer solchen Komplettumstellung sicherlich nicht einfach sein dürfte. Die Deaktivierung der alten Desktop-API von 2004 ist für Dezember 2013 geplant, bis dahin müssen die Software- und Hardwarehersteller Updates und Patches für ihre Geräte entwickeln, da Skype ansonsten auf alter Software und Hardware nicht mehr funktionieren wird. Während ein Softwarewechsel nur mit einem geringen Aufwand verbunden ist, muss veraltete Hardware wie beispielsweise ein Headset zwangsweise durch ein neues Gerät ersetzt werden.

 

Über Nicole Winkler

Nicole ist eine der Mitgründerin von TechnologieJunkies. Heimliche Leseratte und Liebhaberin guter Filme und Serien. Mag Animes, Sushi und ist Fan der Kassel Huskies. Interessiert sich für das Gaming und allerlei technische Spielereien. Ursprünglich a bayrisches Madl, lebt und bloggt nun jedoch im schönen Kassel.

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Ein Kommentar

  1. Also ich kann – seit dieser NSA-Affäre – vor Skype, SkyDrive oder vor den ganzen anderen Produkten aus Redmond nur warnen!! Vergesst Skype mal!! Warum denn nicht Jabber-Konten mit Pidin oder mit Gajim oder mit Empathy oder mit qutim??

    Von daher: wer braucht Microsoft??

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