Smartphones könnten bald schon mit Hologramm-Projektoren ausgestattet sein

Bereits im nächsten Jahr soll eine neue Technologie für Smartphones auf den Markt kommen, die wir ansonsten nur von Science-Fiction-Filmen her kennen. Diese ermöglicht Projektionen von 2D- bzw. später gar von 3D-Hologrammen. Der Chip soll dabei nicht grösser sein, wie ein herkömmliches Kameramodul.

Einmal mehr sorgt ein Startup-Unternehmen (im positiven Sinne) für Aufsehen. Das Team von Ostendo arbeitet bereits seit neun Jahren an einem kleinen Holo-Projektor für mobile Geräte. Mittlerweile ist dem Unternehmen der Durchbruch in Form eines kleinen Prototyps gelungen und man plant im Jahr 2015 mit der Produktion zu beginnen. Die Grösse des kleinen Hologramm-Moduls ist mit 0,5 Kubikzentimeter äusserst klein gehalten und gerade mal so gross wie eine gewöhnliche Smartphone-Kamera. Dennoch schafft es der kleine Chip ein in der Diagonale bis zu 48 Zoll messendes Hologramm zu erzeugen. In erster Linie kann damit „nur“ ein 2D-Bild projiziert werden, noch im selben Jahr soll ein Chip mit 3D-Technologie folgen, welcher sich von der Grösse her nicht vom 2D-Chip unterscheiden soll. Damit soll es dann auch zur Realität werden, Objekte und Bilder über dem Gerät schwebend darzustellen.

ostendo-chip

Holografie gibt es zwar bereits seit einiger Zeit und wird auch schon erfolgreich in der Messtechnik bei Elektronenmikroskopie eingesetzt. Hierbei werden Partikel in der Luft sowie der Wellencharakter des Lichts ausgenutzt, um ein Hologramm zu erstellen. Beim entwickelten Chip von Ostendo läuft dies jedoch ein wenig anders: Das 3D-Bild wird durch den sogenannten Ostendo Quantum Photonic Imager erzeugt. Dieser besteht aus einem Wafer mit Micro-LED’s sowie einem Bildprozessor. Die projizierten Bilder weisen eine Pixeldichte von 5.000 ppi auf, im Vergleich dazu ist die Pixeldichte von 534 ppi vom frisch vorgestellten LG G3 ein Klacks. Wie Ostendo-Chef Hussein S. El-Ghoroury erwähnt, sollen die Pixel in Zukunft noch verkleinert und die Auflösung vergrössert werden. Das hört sich doch alles sehr vielversprechend an zumal der Kostenpunkt die 30 US-Dollar pro Holo-Chip nicht übersteigen soll, sobald die Massenproduktion begonnen hat. Aktuell befindet sich das Klein-Unternehmen noch in Gesprächen mit diversen Smartphone-Herstellern. Möglicherweise kommen ja bereits im nächsten Jahr die ersten mobilen Geräte inklusive Hologramm-Technologie auf den Markt. Der aus derm Science-Fiction-Film „Star Wars“ stammende Roboter R2D2 könnte damit schon bald zur Realität gehören. Spannend und interessant zugleich!

Quelle: Wall Street Journal

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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