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Snapchat: 4,6 Millionen Benutzernamen und Telefonnummern aufgetaucht

Datenklau – ein Thema, das letztes Jahr dank Edward Snowden eine regelrechte Welle der Empörung in den Medien auslöste. Dass so etwas auch durch vorhandene Sicherheitslücken entstehen kann, musste nun Snapchat am eigenen Leib erfahren. Obwohl bekannt, wurde nichts gegen diesen Exploit unternommen. Das Resultat? 4,6 Millionen Nutzerdaten schwimmen durch das Netz.

Ich hoffe, dass euer Start ins neue Jahr besser verlaufen ist, als derjenige von Snapchat. Hacker veröffentlichten nämlich auf einer nur für diesen Zweck veröffentlichten Webseite 4,6 Millionen Nutzerdaten von Snapchat-Konten. Dass es so weit kommen wird, war vorhersehbar, denn seit Monaten gibt es eine Sicherheitslücke in der Software des Foto- und Video-Sharing-Dienstes. Sicherheitsexperten haben damals einen Weg bei Snapchat gefunden, mit dem sie Nutzerdaten abfangen können. Snapchat selber ist dieser Exploit bereits längere Zeit bekannt. Die Betreiber stellten zwar, nachdem sie über das Sicherheitsproblem informiert wurden, eine Problemlösung in Aussicht, jedoch hat sich bis heute noch nichts in dieser Hinsicht getan.

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Die 4,6 Millionen Nutzerdaten mit Namen und Telefonnummern wurden auf die Webseite SnapchatDB.info geschaltet. Wie bekannt gegeben wurde, sollen die Hacker durch die oben genannte Sicherheitslücke an die Daten gekommen sein. Glücklicherweise wurden die zwei letzten Ziffern bei den Nummern jeweils unkenntlich gemacht, sodass kein Missbrauch stattfinden kann. Solltet ihr auch Snapchat benutzen, dann könnt ihr auf dieser Webseite nachschauen, ob ihr möglicherweise vom Datenklau betroffen seid. Zudem gibt es unter Hacker News eine interessante Diskussion für Interessierte zum Lesen.

Quelle: TNW

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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Ein Kommentar

  1. hi Marco,

    zum Glück brauche ich solche Video- und Fotosharing-Dienste nicht. Ich nutze da schon lieber Wuala, wenn ich überhaupt einen Cloud-Dienst nutze.

    Aber eigentlich arbeite ich viel lieber mit der Fotobearbeitungssoftware Shotwell und mache dann meine Fotos entweder auf eine neue externe Festplatte mit 1TB drauf oder aber ich lade sie – wenn es denn mal nötig ist – auf Wuala hoch. Dort werden die Daten schon beim Hochladen verschlüsselt und beim Download erst wieder auf der Zielmaschine entschlüsselt. Ansonsten mache ich es so: wenn ich meine Daten mit jemandem sharen möchte, dann treffe ich mich mit demjenigen/derjenigen, hab meine externe Platte dabei und lade die Bilder dann selbst auf die Zielmaschine von demjenigen/derjenigen drauf, indem ich meine Platte per usb anstöpsele.

    Und genau diese Datenklauerei und diese Schnüffelei durch die weltweiten Geheimdienste haben mich in den letzten zwei Wochen dazu bewogen, mein Konto bei Drobox zu kündigen und mich von diesem Dienst zu verabschieden. Von daher hoffe ich mal, dass ich es diesen Schnüfflern bereits etwas schwerer machen konnte. Und ich denke auch, dass ich demnächst auch meine Files bei UbuntuOne löschen werde, weil ich dass wohl auch nicht mehr brauchen werde.

    Von daher: wer bitte braucht dieses Snapchat??

    Aber mal ganz ehrlich eine Frage: habt ihr eigentlich mal die Sicherheit von euren eigenen Servern geprüft, wie sicher da die Nutzerdaten sind??

    Grüße von eurem Member
    Andrea

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