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Snapchat: Hacker stellen über 200.000 Fotos ins Netz

Über Jahre hinweg haben Hacker rund 13 Gigabyte an Bildern und Videos von Snapchat-Usern gesammelt. Unter den Betroffenen sind neben jungen Erwachsenen auch Minderjährige, die den Messenger-Dienst unter anderem für Sexting nutzen.

Gleich zu Beginn muss fairerweise gesagt werden, dass mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht die Snapchat-App selbst davon betroffen ist, sondern die Wurzel des Übels bei „Snapsave“ liegt. Der mittlerweile geschlossene externe Dienst Snapsave erlaubte Nutzern von Snapchat, ihre Bilder für den privaten Gebrauch zu archivieren, welche sie verschickt haben. Unsicher ist zurzeit noch, ob Snapsaved gehackt wurde und so die Bilder abgegriffen werden konnten oder ob der Dienst ausschliesslich für diesen Zweck erstellt wurde – man geht jedoch in erster Linie von einem Hacker-Angriff aus.

Unbekannte haben die rund 200.000 gestohlenen Bilder und Videos über das Forum 4Chan verbreitet. In Anlehnung auf den jüngst bekannt gewordenen Promi-Bilder-Hack „The Fappening“ wurde das Snapchat-Datenleck „The Snappening“ getauft. Hier geht es jedoch nicht um die Bilder prominenter Menschen, sondern um ganz normale Anwender. Rund die Hälfte der Opfer sind zwischen 13 und 17 Jahre alt und damit noch minderjährig. Da viele der Nutzer den Dienst zum Austausch eindeutiger und sehr privater Bilder nutzen, dürfte dies rechtliche Konsequenzen für Snapchat mit sich ziehen. Gut möglich, dass Snapchat nun gar seine Tore schliessen muss, nachdem der Messenger zuletzt mehrfach von den US-Behörden aufgrund von Sicherheitsproblemen verwarnt wurde.

Snapchat ist vor allem durch seinen „Selbstzerstörungsmechanismus“ bekannt geworden, der dafür sorgt, dass Bilder automatisch gelöscht werden, nachdem der Empfänger diese gesehen hat. Durch externe Dienste wie Snapsaved wird dieser Schutzmechanismus allerdings umgangen. Leider wird es auch nach diesem Vorfall noch immer Leute geben, die so naiv sind und weiterhin private Bilder über solche Dienste versenden – ich zumindest rate euch davon dringend ab. Es gibt immer eine Möglichkeit eure Bilder zu archivieren, auch wenn diese vermeintlich gelöscht werden, sei es automatisch oder manuell – seid euch dies bewusst.

Mitglieder der Internet-Plattform 4Chan haben bereits angekündigt, eine durchsuchbare Datenbank mit betroffenen Snapchat-Usernamen zu erstellen.

Quelle: Gigaom

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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