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SnapSaved nimmt Stellung zum Snapchat-Bilder-Hack

Rund 200.000 Fotos haben Hacker von Snapchat-Nutzern am vergangenen Wochenende im Netz veröffentlicht. Der vom Hacker-Angriff betroffene Drittanbieter-Client Snapsaved gab nun erstmals ein Statement zum Hacker-Angriff ab.

Vor vier Tagen haben wir über den Snapchat-Hack berichtet, bei dem insgesamt rund 200.000 Bilder entwendet werden konnten. Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass der Fehler nicht direkt bei Snapchat zu suchen war, sondern beim Drittanbieter SnapSaved. Hier kommt nun sicherlich die Frage auf, wozu man SnapSaved überhaupt benötigt? Das Grundprinzip von SnapChat ist, Fotos und Videos nur für eine bestimmte Zeit dem Empfänger anzeigen zu lassen, bevor sie wieder gelöscht werden. Aufgrund dieses Versprechens verbreiten vor allem junge Erwachsene und Minderjährige erotische Selfies und Bilder. Geschützt sind diese Aufnahmen jedoch nicht und können via Drittanbieter wie SnapSaved oder per Screenshot mühelos gespeichert werden. Es wäre also naiv zu denken, dass die versendeten Bilder danach auch wirklich vollständig gelöscht sind.

Die Betreiber von SnapSaved nahmen nun erstmals Stellung zum „Snappening“ und räumten einen Hackerangriff ein. Die Ursache des Hacks soll bei einem falsch konfigurierten Apache-Server zu finden sein. Laut SnapSaved wurden bei dem Angriff 500 MByte an Bildern und Videos entwendet – jedoch keine persönlichen Informationen aus der Datenbank. Das am Wochenende unter dem Namen „The Snappening“ veröffentliche Archiv mit Hunderttausenden Fotos und Videos soll jedoch 13 GByte grosse gewesen sein – ein ziemlich grosse Unterschied. SnapSaved nahm ausserdem auch zu den Kinderpornografie-Vowürfen Stellung und erwähnte, dass man diese immer versuchte zu bekämpfen, indem man in regelmässigen Abständen die Datenbank nach solchen Inhalten durchsuchte. Die betroffenen Konten wurden anschliessend umgehend den Behörden gemeldet. Wie es nun mit Snapchat weiter gehen wird, bleibt ungewiss. Auch wenn die App nicht selbst von diesem Vorfall betroffen war, so steht sie seitdem unter keinem guten Licht mehr.

Quelle: SnapSaved Facebook

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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