solepower-einlegsohle

SolePower: Mit dieser Einlegesohle könnt ihr euer Smartphone aufladen

Der Akku in Smartphones ist immer noch das Problemkind Nummer 1 heutzutage. Ein guter Grund für Erfinder und Tüftler in alle Richtungen zu forschen. Einem Team der Carnegie Mellon University scheint der Durchbruch gelungen zu sein, denn sie haben es geschafft, ein Smartphone mithilfe von einem zur Energieerzeugung entwickelten Sportschuh aufzuladen.

In letzter Zeit liest man immer wieder über Erfinder und irgendwelche Enthusiasten, welche mit ausgefallenen Ideen das Akkuproblem von Smartphones, Tablets und ähnlichen Gadgets in den Griff kriegen wollen. Nicht etwa mit grösseren Akkus, sondern mit neuen Möglichkeiten der Energieerzeugung, um die Akkus in den Geräten auch unterwegs laden zu können. Die Konzepte reichen von der einfachen Wischbewegung über den Toucscreen, bis hin zu Hüllen, die mit Mini-Windrädern versehen sind. Zwei Ingenieure der Carnegie Mellon University haben nun eine Einlegesohle konzipiert, die sich in Sport- und Freizeitschuhen tragen lässt. Jeder Mensch ist sozusagen ein kleines Kraftwerk, dessen Energie in Form von Bewegung zur Stromerzeugung genutzt werden kann. Mit der Solepower-Einlegesohle wird jeder einzelne Schritt beim Gehen, Joggen oder Rennen in Rotationsenergie umgeformt, welche wiederum kleine magnetische Rotoren in Bewegung versetzt. Diese wiederum erzeugen mithilfe von Drahtspulen, ähnlich wie bei einem Motor, den Strom. Bei jedem Auftreten und Abheben des Fusses geraten die Rotoren in Bewegung. Die erzeugte Energie wird mittels eines eigenen Akkus gespeichert und kann bei Bedarf bezogen werden.

Aktuell benötigt man eine Strecke von ungefähr 24 Kilometern, die man zurücklegen muss, um ein iPhone aufzuladen – wie hoch die Ladekapazität des Akkus beim Test war, wurde nicht gesagt. Solepower wird sich sicherlich nicht für alle eignen, da nicht jeder einfach mal so auf eine Tour von zwei Dutzend Kilometern geht. Für Wanderer oder Extremsportler könnte die Strom erzeugende Sohle jedoch ganz hilfreich für unterwegs sein. Ausserdem wolle man auch noch am Wirkungsgrad, sprich an der Effizienz arbeiten, damit ein Smartphone bereits innerhalb von 8 Kilometern aufgeladen werden kann. Solange dies keine Auswirkungen auf das Gewicht des aktuell knapp 140 Gramm schweren Gadgets hat, natürlich keine schlechte Idee. Bereits im letzten Jahr konnte man für das Projekt rund 60.000 US-Dollar (ca. 43.500 Euro) sammeln. Das Magazin Popular Science, welches dem Konzept den Invention Award 2014 verlieh, schätzt die aktuellen Entwicklungskosten allerdings auf rund 250.000 Euro. Spätestens aber Ende dieses Jahr soll Solepower offiziell auf den Markt kommen.

 


 

Quelle: Solepowertech

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

Ebenfalls interessant

tech-tats

Tech Tats: Tattoos messen künftig verschiedene Körperfunktionen

Facebook Twitter Google+ Pinterest Pocket Facebook Twitter Google+ Pinterest LinkedIn Digg Del StumbleUpon Tumblr VKontakte …

Kommentar verfassen