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Steam: 34.000 Nutzer waren durch Weihnachtsprobleme betroffen

Über Weihnachten wurden auf Steam aufgrund eines Caching-Problems sensible Daten anderer Nutzer angezeigt. Wie Valve nun in einer offiziellen Mitteilung bekannt gab, wurden diese Probleme nun wohl doch durch eine DoS-Attacke hervorgerufen.

Ziemlich ärgerlich: Über Weihnachten wurde Steam von massiven Problemen mit dem Cache heimgesucht. Damals war weder von einem Hacker-Angriff noch von einer DoS-Attacke die Rede. Nun nahm Valve erstmals offiziell Stellung dazu. Laut dem Betreiber des Spielenetzwerkes Steam verursachte ein Konfigurationsfehler, dass einige Nutzer des Steam Stores die Seiten anderer Nutzer sahen. Am 25. Dezember 2015 zwischen 20:50 Uhr und 22:20 Uhr waren demnach rund 34.000 Nutzer davon betroffen. Ihnen war es unter Umständen möglich, sensible Informationen anderer Nutzer zu sehen. Zu den sensiblen Daten gehörte unter anderem der Name, die E-Mail-Adresse, das aktuelle Guthaben, die Kaufhistorie sowie nicht vollständige Kreditkartennummern.

Wie Valve weiter betont, wurden durch den Fehler jedoch keine Passwörter oder vollständige Daten von Kreditkarten angezeigt, sodass eine Transaktion durch einen anderen Nutzer zustande gekommen wäre. Vom Problem waren zudem nur die Nutzer betroffen, welche im oben genannten Zeitrahmen eine Steam Store-Seite mit persönlichen Informationen aufgerufen haben. Valve ist aktuell mit der Nachforschung beschäftigt, wessen Daten von anderen Nutzern eingesehen wurden – die betroffenen Nutzer werden im Anschluss direkt von Valve benachrichtigt.

Wie es zu diesem Problem kam? Der Steam Store war wenige Stunden zuvor das Opfer einer DoS-Attacke. Wie üblich wurde diese Attacke von einem Steam Web Caching Partner durch Caching-Regeln bearbeitet, sodass Nutzer auf dem Server möglichst wenig davon mitbekommen. Eine zweite DoS-Attacke verursachte dann jedoch den Start einer zweiten Caching-Konfiguration, die den Web-Traffix für authentifizierte Nutzer falsch gecached hat. Dadurch kam es schlussendlich zu den Problemen. Die DoS-Angriffe an Weihnachten führten zu einem rund 2000-prozentigen Anstieg des durchschnittlichen Traffics während den Steam Sales. Ganz ungewöhnlich sind solche DoS-Attacken auf Steam übrigens nicht. Die Plattform leidet oft unter solchen Angriffen – die Nutzer kriegen in der Regel davon aber nichts mit.

Quelle: Steam

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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