swisscom

Swisscom: Das GSM-Netz muss bis 2020 LTE und 5G weichen

Bis Ende 2020 will der größte Schweizer Mobilfunkanbieter Swisscom das GSM-Netz vollständig abgeschaltet haben. Die freien Frequenzen werden für den LTE (4G) sowie den späteren 5G-Ausbau benötigt.

Täglich werden rund 290.000 GByte Daten über das Mobilfunknetz der Swisscom übertragen. Pro Jahr kommt so ein Datenvolumen von etwa 105 Millionen Gigabyte zusammen – alle zwölf Monate verdoppelt sich diese Zahl. Als einer der ersten europäischen Anbieter hat nun die Swisscom einen konkreten Abschalt-Zeitraum für die GSM Mobilfunk-Technik bekannt gegeben. Bis Ende des Jahres 2020 soll das GSM-Netz (2G) vollständig abgeschalten werden und der Mobilfunktechnologie 5G weichen. Die Abschaltung betrifft vor allem Anwender und Geschäftskunden, die auf reine 2G-Endgeräte und -Lösungen setzen. Wer ein Smartphone besitzt, muss sich wahrscheinlich keine Sorgen machen, denn in der Regel unterstützen alle den 3G-Standard. Anders sieht es hingegen bei normalen Handys aus, wie beispielsweise dem im August vorgestellten Nokia 222 – dieses unterstützt nämlich lediglich 2G.

Schnell surfen klingt für viele in erster Linie toll – leider haben solche Geschwindigkeiten in der Schweiz aber auch ihren Haken – nämlich der Preis. 179 CHF (ca. 164 Euro) werden monatlich fällig, um das LTE-Netz in seiner vollen Geschwindigkeit auszunutzen. Der einzige Vorteil ist hier wohl der unlimitierte Datenverbrauch, eine Drosselung nach einem bestimmten Datenvolumen gibt es hier nicht. Trotzdem dürfte dies für die meisten Kunden zu teuer sein und nur wenige werden in der fernen Zukunft von den 5G-Geschwindigkeiten profitieren können.

Mobilfunkantennen in Kabelschächten

Um den immer höher werdenden Bandbreiten Herr zu werden, will die Swisscom künftig eigens entwickelte Mobilfunkantennen und Mikrozellen in bestehende Festnetz-Schächte unter der Straße einbauen. Trotz diesem Vorhaben sollen die Strahlungswerte für ionisierende Strahlung die Grenzwerte nicht überschreiten. Erste Feldversuche wurden bereits in der Stadt Bern getätigt – weitere sollen in einem nächsten Schritt in Basel, Lausanne und Zürich realisiert werden.

Quelle: Swisscom

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

Ebenfalls interessant

hyperloop-roehre

Hyperloop: Fährt der Superzug bald durch Europa?

Facebook Twitter Google+ Pinterest Pocket Facebook Twitter Google+ Pinterest LinkedIn Digg Del StumbleUpon Tumblr VKontakte …

Kommentar verfassen