Tesla Model 3: Knapp 300.000 Vorbestellungen – LG könnte als Display-Lieferant dienen

Wow, was für ein Speedrun das neue Model 3 von Tesla hingelegt hat. Innerhalb von nicht einmal drei Tagen wurden fast 300.000 Vorbestellungen betätigt und damit sind wir noch lange nicht am Ende angekommen. LG soll dabei als Display-Zulieferer dienen, wenn man einem Bericht von Reuters Glauben schenkt.

Das Interesse am neuen Tesla Model 3 ist riesengroß. Selbst Tesla-Gründer Elon Musk hat nicht mit einem solchen Ansturm gerechnet, wie er auf Twitter bekannt gab. Mittlerweile sind wir bei knapp 300.000 Reservierungen angekommen, was Tesla direkt 300 Millionen US-Dollar in die Kasse spült, da jeder Vorbesteller 1.000 US-Dollar Anzahlung leisten muss. Werden alle Fahrzeuge ausgeliefert, so erhält Tesla durch die Verkäufe mindestens 10 Milliarden US-Dollar. Das Wort „mindestens“ ist dabei bewusst gewählt, weil diverse zusätzliche Optionen und Ausstattungsmöglichkeiten den Verkaufspreis schnell einmal auf über 40.000 US-Dollar pro Fahrzeug hieven.

Selbstverständlich sind wir uns natürlich darüber bewusst, dass nicht jeder Vorbesteller das Tesla Model 3 am Ende auch wirklich kaufen wird. Die bereits jetzt befürchteten Wartezeiten von mehreren Jahren, könnten darauf einen großen Einfluss haben. Aus diesem Grund will sich Tesla nun voll und ganz auf die Produktion des Model 3 konzentrieren, um bis zum Launch Ende 2017 so viele Fahrzeuge wie möglich fertigzustellen. Damit dürfte das Unternehmen dem selbst ernannten Ziel von 500.000 abgesetzten Fahrzeugen pro Jahr bis 2020 mit großen Schritten näherkommen.

Stellungsnahme zum minimalistischem Innenraum

Der Innenraum vom Tesla Model 3 sorgte wahrscheinlich für die größte Enttäuschung bei den Fans. Das sehr spartanisch eingerichtete Cockpit bietet abgesehen vom horizontalen Display in der Mitte sowie einem klobigen Lenkrad, nicht viel Nennenswertes. Wer hier eine Geschwindigkeitsanzeige oder gar Informationen zur restlichen Reichweite sucht, wird diese nicht finden. Auf den folgenden Bildern seht ihr dabei einen Vergleich zwischen dem Tesla Model S P85D sowie dem Tesla Model 3, den die Kollegen von Slashgear von Innen betrachten konnten.

Doch wie es scheint, ist alles gar nicht so schlimm wie zunächst befürchtet. Elon Musk gab nämlich per Twitter bekannt, dass es sich hierbei noch nicht um das finale Design des Cockpits handelt. Bis zum Launch werden im Innenraum also wohl noch einige Änderungen vorgenommen, so dass man sich „wie in einem Raumschiff“ fühlt.

Display im Cockpit des Model 3 von LG?

Laut einem Bericht von Reuters deuten derzeit alle Zeichen darauf hin, dass der 15-Zoll-Touchscreen im Innenraum des Tesla Model 3 von LG produziert werden soll. Wieso Tesla sich vom bisherigen (unbekannten) Display-Lieferanten abwenden will, ist nicht bekannt. LG dürfte wahrscheinlich viel eher in der Lage sein, die hohe Zahl an Displays termingerecht zu liefern. Für das südkoreanische Unternehmen wäre ein solcher Auftrag natürlich der perfekte Einstieg in die Automobilindustrie. Dort sind die Gewinnspannen um einiges höher als bei Smartphones, Tablets oder TV’s.

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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