tesla-powerwall

Tesla Powerwall: Der Mega-Akku versorgt euren ganzen Haushalt mit Strom

Tesla gehört derzeit zu den innovativsten Unternehmen auf dem Markt. Mit dem Powerwall – ein Akku für Privathaushalte und Geschäfte – stellt der US-Elektromobilhersteller bereits den nächsten Coup vor und könnte gar für eine kleine Revolution auf dem Energiemarkt sorgen.

Spätestens seit der Nuklearkatastrophe in Fukushima liegt die Energiewende voll im Trend. Kernenergie soll in den nächsten Jahrzehnten vollständig durch erneuerbare Energien wie Wasser, Sonne oder Wind ersetzt werden. Gerade bei Photovoltaik-Anlagen – die wir auf immer mehr Hausdächern vorfinden – tritt tagsüber meistens eine Überproduktion auf. In diesem Fall muss der überschüssige Strom direkt in das Netz eingespiesen werden. Sobald die Sonne untergeht, sinkt die Stromproduktion allerdings auf den Nullpunkt – aufgrund fehlender Stromspeicher muss der Strom in den Abendstunden und nachts wieder aus dem Stromnetz bezogen werden – natürlich kostenpflichtig.

Der innovative Automobilhersteller Tesla hat für diesen Fall nun einen Akku für den Heimgebrauch namens „Powerwall“ vorgestellt. Der 130 x 86 x 18 cm große Powerwall bietet eine Ladekapazität von bis zu 10 kWh und soll laut Tesla einen ganzen Haushalt mit Strom versorgen. Vornehmlich wird die Energie aus Solarzellen sowie Windkraftanlagen gespeichert und bei Bedarf wieder abgegeben. Aber auch für Haushalte oder Geschäfte ohne Solaranlage auf dem Dach könnte der Powerwall durchaus interessant werden, da dieser nachts günstigen Strom speichern kann, welcher tagsüber wieder zum Nachttarif abgegeben wird. In der Zukunft soll gar smartes Laden möglich sein. Dies bedeutet, dass der Powerwall-Akku jeweils den günstigsten Tarif bei verschiedenen Anbietern ermittelt und von diesem den Strom bezieht.

Den rund 100 kg schweren Powerwall-Akku gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen, die sich in ihren Speicherkapazitäten unterscheiden. Das kleinere Modell bringt 7 kWh für 3.000 US-Dollar mit, für die größere Variante wiederum müsst ihr 3.500 US-Dollar hinblättern, erhaltet aber 10 kWh Speicherkapazität. Mehrere Batterien lassen sich nebeneinander an der Wand installieren, wie das unteliegende Bild aufzeigt – ein Zwischenstück schließt hierbei die Lücke zwischen den beiden Akku-Packs. Insgesamt lassen sich bis zu 10 Powerwalls zusammenschalten, was eine Gesamtkapazität von 100 kWh ergeben würde – damit liesse sich ein ganzer Wohnblock mit Strom versorgen.

tesla-powerwall-2fach

Der Preis für den Tesla Powerwall sieht auf den ersten Blick sehr hoch aus, die damit verbundenen Einsparungen sollten aber nicht unterschätzt werden. Dennoch kann man davon ausgehen, dass die Preise in den nächsten Jahren noch rasant sinken werden, da neben Tesla auch viele weitere Unternehmen mit der Erforschung neuer Akku-Technologien beschäftigt sind. Ab wann der Tesla Powerwall auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich sein wird, steht aktuell noch nicht fest. Bis es so weit ist, müssen jedenfalls noch einige Anpassungen für den Start in Europa vorgenommen werden, da sich das US-amerikanische Stromnetz von unserem unterscheidet.

Quelle: Tesla

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

Ebenfalls interessant

oral-b-genius

Oral-B Genius: Die smarte Art des Zähneputzens

Facebook Twitter Google+ Pinterest Pocket Facebook Twitter Google+ Pinterest LinkedIn Digg Del StumbleUpon Tumblr VKontakte …

Ein Kommentar

  1. 3500 für 10kWh finde ich nicht unbedingt hoch. Allerdings muss sich Tesla hier mit den klassischen USVs am Markt messen lassen. Interessant wäre z.B. die verfügbare Spitzenlast: Kann der mit Solarstrom geladene Akku Abends Herd und Backofen mit Spitzenlasten jenseits der 3 kW für die Zubereitung des Abendessens betreiben?
    In Deutschland ist günstiger Nachtstrom auch meist speziellen Anwendungen (z.B. Heizungen) vorbehalten, derzeit ist durch die PowerWall also keine Einsparung möglich, wenn man den Strom nicht selbst erzeugt.

Kommentar verfassen