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Touchscreen-Wischbewegungen sollen zukünftig den Akku beim Smartphone aufladen

Chinesische Forscher sind derzeit damit beschäftigt, eine neue Lademethode für Akkus tragbarer elektronischer Geräte zu entwickeln. Durch ein neues Konzept wollen Forscher nun durch die Wischbewegungen eines Fingers auf dem Display Strom erzeugen.

Für den Nutzer kamen durch das Smartphone-Zeitalter nicht nur viele Vorteile, sondern auch ein folgenschwerer Nachteil dazu: deutlich verschlechterte Laufzeiten als noch bei alten Handys. Frühere Handys liefen trotz Gebrauch zum Teil mehr als eine Woche – der Akku von heutigen Smartphones reicht teilweise nur knapp einen Tag lang. Tüftler sind bereits seit einigen Jahren dran, eine effiziente und zudem noch kostengünstige Variante zu finden, mit der man den Akku unterstützen kann im Kampf gegen die leistungshungrige Hardware. Bereits vor einigen Wochen berichteten wir über Hunderte von Miniwindräder in einem Smartphone-Gehäuse, die den Akku mit zusätzlichem Saft versorgen sollen. Chinesische Wissenschaftler wollen sich nun die statische Elektrizität, welche man vor allem im Winter von Pullis aus Wolle kennt bzw. auch von Luftballons, zunutze machen und den Akku während des Betriebs aufladen. Jedes Mal, wenn ein Nutzer mit dem Finger über die Bildschirmoberfläche eines Smartphones gleitet, entstehen elektrische Entladungen. Jedem von euch dürfte ja bekannt sein, dass der menschliche Körper in der Lage ist, eine sehr hohe Ladung aufzubauen, die sich durch Berührung eines leitenden Gegenstandes wieder entlädt bzw. durch ein „Zwicken“ bemerkbar macht.

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Die chinesischen Forscher wollen sich nun genau diesen Strom zunutze machen – das Problem ist allerdings noch diesen in den Akku zu kriegen. Bisher reichte das Experiment allerdings noch nicht über den Ansatz hinaus, dass die Haut auf der Fingerkuppe bei Kontakt mit einem Gegenstand die Tendenz hat, Elektronen abzugeben. Beim Wischen oder Antippen des Bildschirmes bewegt sich die Ladung zwischen der geladenen Fingerhaut und der Induktionselektrode. Da werden nun natürlich nicht riesige Energiemengen freigesetzt, dennoch berichteten die Forscher, dass durchaus eine ansehnliche Ladung mit dieser Technologie erzeugt werden konnte. Ob dies für die Zukunft wirklich eine potenzielle Energiequelle für mobile Begleiter sein wird, bleibt für mich äusserst fraglich.

Quelle: TheRegister

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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