Twitch Plays Pokémon X / Y – Das soziale Experiment geht in die nächste Runde

Beim sozialen Experiment Twitch Plays Pokémon scheiden sich wohl die Geister – während Fans der kleinen Taschenmonster das Projekt lieben, können es Medien nur schwer einordnen. Nach dem Erfolg der bisher gestreamten Versionen, startet heute nun Pokémon X auf der beliebten Live-Streaming-Plattform Twitch.

Anfang des Jahres, genauer gesagt im Februar, eroberte ein neues sogenanntes „social experiment“ auf der Livestream-Webseite Twitch das Internet. Die Rede ist von Twitch Plays Pokémon. Über die Chat-Funktion können Zuschauer aus der ganzen Welt aktiv in das Spielgeschehen der Pokémonwelt eingreifen und so die aktuelle Handlung festlegen. Das Projekt startete mit der Roten Edition und konnte anfangs nur recht wenige Zuschauer aufweisen, doch die Zahl der begeisterten Fans stieg rasant an und so erreichte das soziale Experiment zu Spitzenzeiten gar 175.000 Zuschauer. Da Twitch Plays Pokémon überraschend gut bei den Zuschauern ankam, folgten zwischenzeitlich noch andere Pokémon-Editions, welche auf einem GameBoy- oder Nintendo DS-Emulator gespielt wurden (Kristall, Smaragd, Feuerrot, Platin, HeartGold und Schwarz). Heute startet Twitch Plays Pokémon mit Pokémon X in eine neue Runde.

Statt das Spielgeschehen nur passiv zu verfolgen, können die Zuschauer durch simple Befehle, welche über das Chat-System eingegeben werden, die Handlung des Protagonisten sowie seiner Pocket Monster steuern. Klingt in der Theorie noch nicht ganz so speziell, das Besondere an dem Experiment ist jedoch, dass nicht nur eine einzelne Person die aktuelle Handlung festlegen kann sondern alle Zuschauer, welche sich am Stream beteiligen, gemeinsam die Zügel in die Hand nehmen können. Aufgrund des gigantischen Ansturms ist es wohl kaum verwunderlich, dass dies oft zu einem Chaos führt. Die bisher gedaddelten Fassungen bei Twitch Plays Pokémon haben jedoch gezeigt, dass es nicht zwangsläufig auf eine totale Anarchie hinauslaufen muss und die Spielfigur tagelang im Kreis rennt, da die Zuschauer es in jeder Edition geschafft haben, den letzten Gegner bzw. Erzrivalen und somit das Spielziel innerhalb von knapp zwei Wochen dennoch durch Teamwork zu erreichen.

Da Pokémom X und Y für den 3DS ausgelegt sind und es für die Handheld-Konsole von Nintendo bislang keinen Emulator gibt, läuft das Projekt auf einem modifizierten Nintendo 3DS. Mal abwarten, ob das Experiment genauso gut ankommen wird und wie lange die Community dieses Mal brauchen wird, um das Ziel des Spieles zu erreichen. Bislang ist die Resonanz zuminest gar nicht schlecht und das Projekt wurde insgesamt knapp 63,5 Millionen Mal aufgerufen.

Wenn ihr auch mal einen Blick riskieren wollt, könnt ihr dies hier tun.

 

Über Nicole Winkler

Nicole ist eine der Mitgründerin von TechnologieJunkies. Heimliche Leseratte und Liebhaberin guter Filme und Serien. Mag Animes, Sushi und ist Fan der Kassel Huskies. Interessiert sich für das Gaming und allerlei technische Spielereien. Ursprünglich a bayrisches Madl, lebt und bloggt nun jedoch im schönen Kassel.

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