thermoelektrischer_generator

Wearables: Strom-Erzeugung durch Körperwärme?

Wearables werden in diesem Jahr massenhaft auf den Markt geschmissen. Mit einer neuen Entwicklung mittels Thermoelektrik haben Forscher aus Südkorea eine neue Art der Stromerzeugung entwickelt, welche sich die Wärme des menschlichen Körpers zunutze macht.

In Sachen Thermoelektrik wird schon seit vielen Jahren geforscht – auch einige Ergebnisse konnten bereits erzielt werden. Der bisher erreichte Wirkungsgrad war aber alles andere als zufriedenstellend. Die Lösung des Problems lautet: Anstelle von Metall oder Keramik setzen die Forscher aus dem südkoreanischen Forschungsinstitut KAIST (Korea Advanced Institute of Science and Technology) auf einen thermoelektrischen Generator (TEG) aus Glasfasergewebe kombiniert mit einer flüssigkeitsähnlichen Paste, welche den Temperaturunterschied zwischen menschlicher Haut und Umgebung zur Stromerzeugung nutzt. Thermoelektrische Generatoren sind bereits seit langer Zeit im Einsatz, welche auf organischer oder anorganischer Basis basieren können. Bisher gab es allerdings ein Problem: Organische TEG’s sind zwar biegsam, haben aber einen schlechten Wirkungsgrad – bei Nicht-Organischen TEG’s wiederum ist es genau umgekehrt.

Die Forscher kombinierten diese beiden Methoden und stellten die flüssigkeitsähnliche Paste aus zwei verschiedenen thermoelektrischen Stoffen her (Wismut-Tellurid und Antimon-Tellurid). Man verwendete dazu das Siebdruckverfahren, um die Paste auf das Glasfasergewebe zu drucken. Der TEG lässt sich durch dieses Verfahren bis zu einem Radius von 20 Millimetern biegen und wiegt dabei nur 0,13g/cm2. Laut Forschern produziert ein TEG in der Grösse von 10 x 10 cm rund 40 mW an Leistung. Durch das geringe Gewicht und den erhöhten Wirkungsgrad wäre diese Technik langfristig gesehen sicherlich für den Einsatz in Wearables wie Smartwatches, Google Glass und Fitness-Armbändern denkbar. Sollte sich diese Technik zudem als langfristig haltbar erweisen, sind auch Einsatzmöglichkeiten bei Herzschrittmachern, Autos, Flugzeugen, Schiffen sowie in Industrieanlagen zur Steigerung der Energieeffizienz durchaus möglich.

Quelle: Eurekalert Via: Curved

 

Über Marco Kraus

Marco ist einer der Mitgründer von TechnologieJunkies. Ist enthusiastisch veranlagt, wenn es um technische Dinge geht. Begeistert sich stets für Neues, ist tierlieb und hat sich das Gaming seit dem SNES-Zeitalter zum Hobby gemacht. Wohnt, arbeitet und bloggt in der schönen Schweiz im Raum Basel. Spenden für den morgendlichen Kaffee sind gerne gesehen.

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