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Wiko Rainbow Lite: Neues Einsteiger-Smartphone im Test

Wiko hat mit dem Rainbow Lite ein Smartphone aus dem Einsteigerbereich im Portfolio, das durch sein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis besticht. Wir haben den 5 Zöller genau unter die Lupe genommen und ausführlich getestet – das Ergebnis findet ihr in diesem Beitrag.

Wiko ist ein noch relativ junges französisches Unternehmen, das mit seinen preiswerten Android-Smartphones überraschend große Erfolge erzielt hat. Das Erfolgs-Rezept hinter Wiko ist simpel: Smartphones mit alltagstagstauglicher Ausstattung zum kleinen Preis bei dennoch möglichst hochwertiger Verarbeitung. Vor Kurzem stockten die Franzosen ihr Portfolio um zwei weitere Smartphones auf, dem Wiko Rainbow Up und dem Wiko Rainbow Lite.

Natürlich kann das Wiko Rainbow Lite nicht mit den Spitzen-Modellen anderer Hersteller mithalten – doch das soll es auch gar nicht, denn das Smartphone ist mit einem Kampfpreis von 119 Euro UVP für die Einstiegs-Klasse gedacht. Wie der Name bereis vermuten lässt, handelt es sich hierbei um eine leicht abgespeckte Version mit dennoch solider Ausstattung.

Optik, Design und Verarbeitung des Wiko Rainbow Lite

Das Rainbow Lite von Wiko ist aus Kunststoff gefertigt, hat leicht abgerundete Ecken und besticht durch ein modernes Design. Es ist in fünf verschiedenen Farben (Schwarz,Weiss, Türkis, Blau, Koralle) erhältlich. Durch die matte Rückseite sind Fingerabdrücke nicht sofort sichtbar und der metallene Schriftzug des Herstellers verleiht dem Smartphone trotz des günstigen Preises noch ein wertiges Aussehen. In puncto Verarbeitung muss sich das Rainbow jedenfalls nicht vor der High-End-Geräten verstecken, denn diese ist äußerst gut gelungen. Der Plastikdeckel schließt bündig, knarzt nicht und auch sonst sind keine großen Spalten zwischen den einzelnen Bauteilen zu erkennen.

Ausstattung, technische Daten und Lieferumfang

Beim Betrachten der technischen Daten wird schnell klar, dass es sich hierbei um ein Smartphone aus der Einsteigerklasse handelt. Das 5 Zoll große IPS-Display löst lediglich mit 854 x 480 Pixeln auf, was einer Pixeldichte von 196 ppi entspricht. Von unserer Seite aus wäre hier mindestens ein HD-Display (1.280 x 720 Pixel) wünschenswert gewesen, da Bilder, Videos, etc. bei einer solch niedrigen Auflösung eher pixelig und schwammig wirken. Im Innern wiederum befindet sich ein Quad-Core-Prozessor der Marke MediaTek, dessen Cortex-A7-Kerne mit jeweils 1,3 GHz takten. Zur Unterstützung dienen 1 GByte Arbeitsspeicher. Die Größe des internen Speichers liegt bei 8 GByte, wovon bei unserem Testgerät 4,75 GByte zur freien Verfügung standen. Der Speicher ist zusätzlich per MicroSD-Karte um bis zu 64 GByte erweiterbar.

Kameras sind selbstverständlich auch vorhanden, wobei beide mit 5 Megapixeln auflösen – mehr Infos dazu gibt es weiter unten. Die nötige Stromversorgung für das 143 x 71,7 x 8,9 Millimeter große und 160 Gramm schwere Wiko Rainbow Lite übernimmt der wechselbare 2.000 mAh starke Li-Po-Akku. Laut Hersteller liegt die Akkulaufzeit bei Gesprächen im 3G-Netz bei 11,76 Std., im 2G-Netz bei 13,16 Std. sowie im Standbymodus bei bis zu 360 Std. – wir selbst kamen bei reger Nutzung mit einer Akkuladung gut durch den Tag. Ferner besitzt das Smartphone sämtliche Sensoren (Gyroskop, Magnetometer, Annäherungssensor etc.) sowie einen Dual-SIM-Slot. Konnektivitätstechnisch befindet sich das Smartphone von Wiko auf der Höhe der Zeit, bietet neben 3G, GSM/EDGE und HSPA+ (21 Mbit/s) auch WLAN nach 802.11 b/g/n, Bluetooth 4.0, microUSB, Audioanschluss sowie GPS – LTE und NFC sind nicht vorhanden. Mit Android 5.0 Lollipop bietet das Gerät zudem eines der neusten Betriebssysteme, die derzeit auf dem Markt verfügbar sind.

Zum Lieferumfang des Rainbow Lite gehören neben dem Smartphone selbst ein Netzteil, ein Micro-USB-Kabel, ein Stereo-Headset, eine Bedienungsanleitung sowie drei SIM-Karten-Adapter in verschiedenen Größen. Während die mitgelieferten Kopfhörer punkten können, da sie besser sind als die der meisten Konkurrenten, gibt es für die Bedienungsanleitung einen Punktabzug. Diese steht zwar in mehreren Sprachen zur Verfügung, ist aber leider nicht gerade umfangreich und somit eher eine Kurzanleitung. So mussten wir beispielsweise in der Redaktion ein wenig herumtüfeln, bis wir herausgefunden haben, wie man mit dem Smartphone Screenshots erstellt (Volume down + Power-Button).

Handhabung und Bedienung

Auch wenn die verbaute Hardware nicht aus dem High-End-Bereich stammt, sorgt diese im Praxis-Test zusammen mit dem vorinstallierten Android Lollipop 5.0 für recht kurze Reaktionszeiten. Die Bedienung und Darstellung getesteter Apps und Webinhalte ging flüssig vonstatten, selbst das Betrachten von Videos im 4K-Format stellte kein Problem dar. Es sind zwar einige wenige Apps vorinstalliert, jedoch wird das Rainbow Lite nicht von Bloatware zugemüllt, die zu Lasten des verfügbaren Speichers gehen. Ein kleiner Kritikpunkt bei der Bedienung ist für mich, dass sich die offenen Apps in der Übersicht nicht alle zusammen schließen lassen, sodass jede einzeln weggewischt werden muss – aber gut, das ist nun wirklich ein Detail.

Foto & Video: Kameras alltagstauglich?

Wie bereits erwähnt, lösen beide Kameras mit 5 Megapixeln auf. Dies dürfte zumindest bei der Selfie-Cam einige Liebhaber der Selbstportraits aufgrund des recht hohen Wertes freuen, außerdem steht für Selfies noch ein Modus zur automatischen Verschönerung zur Verfügung. Bei der Hauptkamera muss man allerdings mit Abstrichen rechnen, diese verfügt zwar über einen Autofokus sowie LED-Blitzlicht, jedoch zeigten sich in unserem Test vor allem im Hell-Dunkel-Bereich Schwierigkeiten mit der Rückkamera. Bei schlechten Lichtverhältnissen dauerte es lange, bis die Kamera auslöste. Für Viel-Fotografierer ist die Cam somit also nicht ausgelegt, da sie sich eher für kurze Schnappschüsse zwischendurch eignet.

Fazit: Für Einsteiger geeignet

Positiv anzumerken ist auf jedenfall die hervorragende Verarbeitung des Gehäuses, die SIM-Adapter sowie die Qualität der Stereo-Kopfhörer, die es bei den meisten anderen Herstellern in dieser Preisklasse nicht gibt. Das Device liegt trotz des verhältnismäßig schweren Gewichts noch gut in der Hand und das Betriebssystem läuft flüssig. Ebenfalls positiv ist die Dual SIM-Funktion, da diese vor allem im Ausland äußerst praktisch ist. Hierbei kann man sich bei Telefonie und SMS entweder grundlegend auf eine der beiden SIM-Karten festlegen oder diese Entscheidung vor jedem Anruf bzw. jeder SMS individuell treffen. Auch dass sich der Speicher mittels microSD-Karte um bis zu 64 GByte erweitern lässt, zählt zu den Pluspunkten.

Wie bereits erwähnt, hätten wir uns für das 5″-Display eine etwas höhere Auflösung gewünscht, für den Normalbetrieb ist diese jedoch ausreichend. Als störend hingegen empfanden wir das starke Spiegeln und die mangelnde Sensibilität des Displays. Auch fällt die verbaute LED ziemlich dunkel aus, sodass sich diese nur mäßig als Taschenlampe eignet. Das integrierte Radio ist ein netter Zusatz, den ich bei einigen Geräten vermisse. Was den Ton angeht, ist beim verbauten Lautsprecher des Rainbows noch Luft nach oben, da der Ton ein wenig dumpf und scheppernd rüberkommt – dafür ist dieser beim mitgelieferten Headset umso besser.

Man muss sich natürlich immer darüber im Klaren sein, dass es sich beim Wiko Rainbow Lite eben nicht um ein High-End-Smartphone handelt und man es darum auch nicht mit der Leistung hochpreisiger Geräte vergleichen kann. Für das Preissegment bietet das Rainbow jedenfalls eine gute Ausstattung, die alle wichtigen Funktionen enthält.

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Über Nicole Winkler

Nicole ist eine der Mitgründerin von TechnologieJunkies. Heimliche Leseratte und Liebhaberin guter Filme und Serien. Mag Animes, Sushi und ist Fan der Kassel Huskies. Interessiert sich für das Gaming und allerlei technische Spielereien. Ursprünglich a bayrisches Madl, lebt und bloggt nun jedoch im schönen Kassel.

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