XBOX-One

Xbox One: Nun doch ohne Kinect-Pflicht und aufregende Neuigkeiten für die Gamescom

Microsoft hat den Kritikern in einem weiteren Punkt nachgegeben und die umstrittene Kinect-Pflicht für die Xbox One abgeschafft. Weiterhin kündigt das Unternehmen „aufregende Neuigkeiten“ für die Gamescom 2013 an.



Microsofts neue Spielkonsole musste nach der Vorstellung viel negatives Feedback einstecken. So lauteten die ursprünglichen Pläne des All-in-One-Entertainment-Systems keine gebrauchten Spiele, und die Erfordernis von Online-Zwang sowie Kinect. Insbesondere die Kinect-Anbindung wurde in Hinblick auf den Datenschutz kritisiert. Es kam die berechtigte Angst auf, dass findige Hacker Zugriff auf das System bekommen und so auch Einblick in unser Wohnzimmer erhaschen können. Da sich die meisten wohl nicht wie im Big-Brother-Container fühlen wollen, haben die wenigsten Lust darauf, durch Manipulation der Konsole ausgespäht zu werden. Nachdem Microsoft schon in Bezug auf die gebrauchten Spiele und die Online-Pflicht zurückruderte, hat der Softwaregigant nun einen weiteren Schritt in Richtung Kundenzufriedenheit unternommen und auch den Kinect-Zwang für die Xbox One überarbeitet. So wird der Bewegungssensor künftig zwar weiterhin Bestandteil des Bundles sein, der Sensor muss aber nur noch bei Spielen aktiv sein, die eben eine Bewegungserkennung und -steuerung fordern. Wird der Kinect-Sensor nicht benötigt, so kann dieser in den System-Settings der Xbox One auch ausgeschaltet werden. So können dann einige Features der Kinect nicht mehr genutzt werden. Doch wer weiß, vielleicht haben wir den plötzlichen Strategiewechsel Microsofts auch PRISM und der NSA-Affäre zu verdanken 😉 Ein kleiner Wermutstropfen bleibt jedoch, da der Preis weiterhin bei 499 Euro bleiben wird, wohl durch Kinect. Es wäre geschickt, wenn die Redmonder noch eine Version ohne Kinect anbieten würden, damit man preislich mit dem großen Konkurrenten PS4 mithalten kann. Zum jetzigen Zeitpunkt ist allerdings keine Xbox One ohne Sensor-Leiste vorgesehen, so zumindest der Hersteller.

Neues auf der Gamescom

Bald ist es wieder so weit und die Zocker-Gemeinde versammelt sich in Köln, denn vom 21. – 25. August wird dort die Gamescom 2013 veranstaltet. Hierbei handelt es sich um die weltgrößte Messe für Unterhaltungselektronik, mit Schwerpunkt auf Video- und Computerspielen. Natürlich eignet sich so eine Messe auch gut, um die neuen Next-Gen-Konsolen zu präsentieren und so ist es auch nicht verwunderlich, dass Microsoft und Sony dies mit ihren neuen Flaggschiffen vorhaben. Microsoft kündigt nun auch „aufregende Neuigkeiten“ für die Gamescom in Bezug auf die Xbox One an. Möglicherweise wird dann endlich das lang ersehnte Release-Datum bekannt gegeben. Bislang ist nur bekannt, dass die Spielkonsole im November dieses Jahres in den Handel kommt. Wenn man den Gerüchten, die derzeit kursieren, Glauben schenken darf, wird die Xbox One am 5. November 2013 erscheinen. Weiterhin können sich Fans auf mindestens einen neuen Titel für die Microsoft-Konsole freuen, welcher auf der Messe vorgestellt wird. Im Vorfeld zur Gamescom veranstaltet Microsoft am 20. August 2013 ein spezielles Showcase-Event. Dort möchte sich das Unternehmen vor allem auf die Spiele der Next-Gen-Konsole konzentrieren und so können sich Fans auf Titel wie Forza Motorsport 5, Dead Rising 3, Ryse: Son of Rome, Project Spark, Killer Instinct und Zoo Tycoon freuen.

Kein Hitze-frei für die Konsole

Die Xbox One soll mit einem besseren Schutz vor Überhitzung ausgestattet sein, als das Vorgängermodell Xbox 360. In einem Interview mit Gizmodo erklärte Microsofts Xbox General Manager of Console Development, Leo del Castillo, die Funktionsweise der Kühlung. Nach dem Red Ring of Death-Problem der Xbox One soll es dem Nachfolger anders ergehen. Als RRoD wurden bauliche Mängel der ersten Xbox 360 Chargen bezeichnet, die wegen zu hohen Betriebstemperaturen zu Schäden am Motherboard führten. Um das zu verhindern, soll die Next-Gen-Konsole unter normalen Umständen niemals auf Höchstleistung laufen. „Die Xbox One berechnet die Temperatur und kühlt vorsorglich auf verschiedene Weisen. Unter normalen Umständen erreichen wir beispielsweise niemals die maximale Lüftergeschwindigkeit.“, so del Castillo. Sollte es dennoch zu einer Überhitzung kommen, gehen die Lüfter automatisch auf Höchstgeschwindigkeit. Sollte diese Maßnahme nicht ausreichen, so drosselt die Microsoft-Konsole drastisch die Energiezufuhr. Reichen die beiden Schritte trotzdem nicht aus, bleibt als letzte Vorkehrung noch das automatische Herunterfahren der Konsole. Allerdings ist es noch unklar, was der User während des Gamings davon zu spüren bekommt. Auch del Castillo konnta dazu keine näheren Informationen nennen und teilte weiterhin mit: „Ich kenne die exakten Details nicht, inwiefern der User etwas von der geringeren Energiezufuhr mitbekommt. Wir versuchen allerdings so transparent wie möglich dem User gegenüber aufzutreten. Eine höhere Lautstärke durch den Lüfter nehmen wir in Kauf, sollte es eine Überhitzung verhindern.“

Kein Verzicht auf Xbox 360-Freundeslisten

Noch in diesem Jahr erscheint der Nachfolger der aktuellen Xbox 360, die Xbox One. Wie nun bekannt wurde, müssen Käufer der Xbox One bei einem Umstieg von der Xbox 360 nicht auf ihre Freundeslisten verzichten. Statt die einzelnen Kontakte mühsam manuell in der neuen Konsole einzugeben, werden diese automatisch beim Login in das neue Dashboard übertragen. Auf der Next-Gen-Konsole ist die Freundesliste viel größer, da man dort bis zu 1.000 Einträge speichern kann. Um dennoch nicht den Überblick über die Kontakte zu verlieren, kann man favorisierte Spieler markieren, um diese schneller zu finden. Auch wird angezeigt, mit welcher der beiden Konsolen sich der Xbox-Buddy beschäftigt und welchen Titel er gerade spielt. Leider wird es dabei jedoch weder Chat noch via Sprach-Chat möglich sein, plattformübergreifend mit seinen Freunden zu kommunizieren. Microsoft gab an, dass dies an „technischen Hindernissen“ liege, die nicht aus der Welt zu schaffen seien. So sei unter anderem die Sprachqualität ein Problem zwischen den beiden Microsoft-Konsolen.

Gamepad 2014 auch für PC

Controller waren früher lediglich Bestandteil der Konsolen. Mittlerweile nutzen immer mehr Spieler das Gamepad auch für den PC, da sich viele Games ganz hervorragend damit bedienen lassen. So auch den der Xbox 360. Doch auch wenn der Nachfolger optisch ähnlich aussieht, wird es noch eine ganze Weile dauern, bis dieser auch für den PC kompatibel sein wird. Wie Microsoft nun erklärte, müssen Software und Treiber für das Eingabegerät erst noch programmiert werden und erst im Verlauf des Jahres 2014 fertig werden. Der technische Unterschied der beiden Gamepads besteht vor allem darin, dass der Next-Gen-Controller grundlegend anders konstruiert sei, wie beispielsweise die Übertragungsprotokolle. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die ganzen neuen Funktionen wie die Impuls-Trigger und so sei eine Anpassung von Windows und Spielen verhältnismäßig aufwendig. Ein genaues Datum, wann der Controller auch am PC nutzbar sein wird, nannten die Redmonder nicht. Nach offiziellen Angaben soll ein einzelnes Gamepad der Xbox One in den USA 60 US-Dollar kosten, hierzulande dürfte der Preis bei 60 Euro liegen. Für einen Controller mit Ladestation müssen 75 US-Dollar (und wohl auch Euro) berappt werden. Erst kürzlich hat Microsoft ein ausführliches Video veröffentlicht, in dem das Gamepad vorgestellt wird. Laut dem Unternehmen hat der neue Controller 40 Verbesserungen gegenüber seinem Vorgängermodell. So wurden unter anderem die Analogsticks und das D-Pad verbessert. Dadurch soll die Präzision beim Spielen verbessert werden. Weitere Änderungen könnt ihr dem Video entnehmen.

 

Reicht das erneute Zurückrudern Microsofts aus, um euch für die Xbox One begeistern zu können?

 


 

Über Nicole Winkler

Nicole ist eine der Mitgründerin von TechnologieJunkies. Heimliche Leseratte und Liebhaberin guter Filme und Serien. Mag Animes, Sushi und ist Fan der Kassel Huskies. Interessiert sich für das Gaming und allerlei technische Spielereien. Ursprünglich a bayrisches Madl, lebt und bloggt nun jedoch im schönen Kassel.

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